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Opposition sieht noch Mängel nach 100 Tagen Corona-Warn-App

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Oppositionsparteien im Bundestag haben eine kritische Bilanz zur Corona-Warn-App des Bundes gezogen. "Die Corona-Warn-App bleibt nach den ersten 100 Tagen unter den Erwartungen", sagte der Grünen-Digitalexperte Dieter Janecek der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagausgabe). "Sie ist zwar ein sinnvoller Baustein zur Eindämmung der Pandemie, aber nur herunterladen bringt nichts, wenn die App nicht auch genutzt wird", betonte der Bundestagsabgeordnete. Vor allem informierten zu wenige Betroffene mithilfe der App ihre Kontakte über einen positiven Corona-Test.

Janecek kritisierte technische Schwierigkeiten bei der Warn-Funktion auf Android-Geräten und Aussetzer bei iPhones. "Da ist also noch Luft nach oben", betonte der Grünen-Politiker. Trotz der genannten Schwierigkeiten gelte aber weiter der Appell: "Bitte App runterladen und nutzen."

Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Linken-Fraktion, sprach von einem "Loblied auf die App", das die Bundesregierung in ihrer 100-Tage-Bilanz anstimme - dies gehe aber an den Tatsachen vorbei. "Die Download-Zahlen allein sagen über den tatsächlichen Erfolg der App nichts aus." Das eigentliche Ziel, die Entlastung der Gesundheitsämter, habe die App verfehlt. "Sie leistet weder einen nennenswerten Beitrag zur Eindämmung, noch zur Aufklärung oder Erhellung des Infektionsgeschehens." Bei positivem Testergebnis sei nur die Hälfte der Kontakte informiert worden.

Der digitalpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Manuel Höferlin, erklärte, die App könne "wegen der anhaltenden Untätigkeit der Bundesregierung ihr volles Potenzial leider nicht ausschöpfen". "Statt sie weiterzuentwickeln, ruht sich die große Koalition darauf aus, dass die App nach dem anfänglichen Planungs- und Kommunikationschaos überhaupt fertig wurde." Höferlin bemängelte unter anderem, dass die App erst ab 17 Jahren heruntergeladen werden könne.