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Opposition: Merkel hat sich bei Wirecard nicht mit Ruhm bekleckert

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Unmittelbar vor dem Auftritt von Angela Merkel im Wirecard <DE0007472060>-Untersuchungsausschuss haben Politiker der Opposition und der SPD Kritik an der Kanzlerin geäußert. Hintergrund ist, dass sich Merkel im September 2019 bei einer Reise nach China für Wirecard einsetzte, obwohl es damals bereits kritische Medienberichte über das Unternehmen gab. Grünen-Obmann Danyal Bayaz sagte am Freitag, zwar sei Merkel direkt nichts vorzuwerfen, weil sie von ihren Leuten "hereingeritten" worden sei. Die Kanzlerin habe sich aber nicht mit Ruhm bekleckert.

Linke-Obmann Fabio de Masi sagte, Merkel müsse die Frage beantworten, warum sie beim chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für Wirecard lobbyiert habe. Ähnlich äußerte sich SPD-Obmann Jens Zimmermann.

Auf ihrer China-Reise 2019 hatte Merkel bei der Pekinger Führung das Thema der geplanten Übernahme des chinesischen Unternehmens AllScore Financial durch Wirecard angesprochen. Merkel habe zum Zeitpunkt der Reise keine Kenntnis von möglichen schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten bei Wirecard gehabt, hatte ein Regierungssprecher gesagt.

Bayaz sprach von einem "Amigo-Netzwerk von Lobbyisten und Beratern" rund um Wirecard. So hatte Merkel vor der China-Reise Besuch vom früheren Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erhalten, der für Wirecard als Lobbyist tätig war. Er wies Merkel auf das Unternehmen und seine Expansionspläne in China hin.

Wirecard hatte im vergangenen Sommer eingestanden, dass 1,9 Milliarden Euro aus der Bilanz nicht auffindbar sind. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das inzwischen insolvente Unternehmen seine Bilanzen mindestens seit 2015 fälschte. Durch die Pleite entstand nach Rechnung der Union ein wirtschaftlicher Schaden von rund 22 Milliarden Euro - viele Kleinanleger verloren Geld.