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Opel fährt Milliardenverlust ein

Der deutsche Autobauer Opel bleibt eine Bürde für seinen US-Mutterkonzern General Motors (GM). Der Verlust von GM im Europageschäft betrug im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro), wie der Konzern mitteilte. Die schlechten Zahlen aus Europa drückten den Nettogewinn des US-Konzerns 2012 um 36 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar.

Allein im vierten Quartal verlor GM in Europa 700 Millionen Dollar - nach 562 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Weltweit steigerte General Motors im vierten Quartal hingegen seinen Nettogewinn um 89 Prozent auf 892 Millionen Dollar. Die Umsatzsteigerung fiel etwas höher aus als von Analysten erwartet: Aufs ganze Jahr betrachtet kletterte der Umsatz um ein Prozent auf 152,3 Milliarden Dollar; von Oktober bis Dezember um drei Prozent auf 39,3 Milliarden Dollar.

Im vierten Quartal habe GM Wertberichtigungen auf Anlagevermögen in Europa in Höhe von 5,2 Milliarden Dollar verbuchen müssen, teilte der Konzern weiter mit. Das ändere aber nichts am Ziel der Gruppe, ihre Geschäftsaktivitäten in Europa bis 2015 wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

GM fährt im Europageschäft, zu dem neben Opel auch die britische Marke Vauxhall gehört, einen harten Sparkurs. Bis spätestens 2016 soll das Opel-Werk in Bochum mit 3200 Beschäftigten schließen. Die IG Metall kündigte an, sie werde sich bei Verhandlungen mit dem Opel-Management am Freitag und Samstag weiter für belastbare Garantieren, Kündigungsschutz und hochwertige Industriearbeitsplätze in Bochum einsetzen. Auch andere Autohersteller kämpfen auf dem europäischen Markt mit Absatzproblemen.

In den USA dagegen schrieb General Motors schwarze Zahlen: "Wir haben 2012 ein weiteres solides Jahr verzeichnet, indem wir das Wachstum steigerten, das dritte Jahr in Folge den Profit gesteigert haben und wichtige Maßnahmen ergriffen haben, um den Konzern für die Zukunft auf einen soliden Pfad zu bringen", erklärte GM-Chef Dan Akerson.

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