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Opec+ soll am Wochenende über weitere Ölkürzung verhandeln

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MOSKAU/WIEN (dpa-AFX) - Das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner wollen Medienberichten zufolge am Samstag über weitere Kürzungen der Fördermengen nach dem Ölpreisverfall verhandeln. Das meldete die russische Staatsagentur Tass unter Berufung auf Quellen im Energieministerium in Moskau am Freitag. Demnach wird eine Verlängerung der bisherigen Vereinbarungen um mindestens einen Monat verhandelt. Es werde eine "lange und schwierige Nacht", hieß es.

Eigentlich war das Treffen der Energieminister des Verbunds erst für die kommende Woche geplant. Es gab zuletzt Unsicherheiten, ob und wann die Videokonferenz überhaupt stattfinden könne. Eine offizielle Bestätigung der Opec für das Treffen gab es zunächst nicht. Nach russischen Angaben wollen die Mitgliedsländer um 14.00 Uhr mit den Verhandlungen beginnen, die Partner um 16.00.

Die Verhandlungen sollen klären, ob die Drosselung der Ölproduktion fortgesetzt werden soll. Die Energieminister einigten sich zuletzt auf eine Kürzung um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag für die Monate Mai und Juni. Die Opec erwartet wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einen drastischen Einbruch des Ölverbrauchs. Eine Drosselung soll die gefallenen Preise wieder steigen lassen.

Das Ölkartell rechnete im zweiten Quartal mit der schwächsten Nachfrage nach Opec-Öl seit etwa 30 Jahren. Laut den Prognosen dürften in den Monaten April bis Juni etwas weniger als 20 Millionen Barrel pro Tag nachgefragt werden.