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OPEC+: „Jeder ist glücklich“. Ach, wirklich?

·Lesedauer: 3 Min.
silhouette of working oil pumps on sunset background
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Die OPEC+ stützt die Ölmärkte weiterhin mit ihrer Förderpolitik. Was anfangs eher als Maßnahme gedacht gewesen ist, um aus der Krise zu kommen, hat inzwischen eine ganz andere Entwicklung eingeschlagen. Immerhin befinden wir uns in einer Marktphase, in der wir einen Brent- und sogar einen WTI-Preis von über 80 US-Dollar je Fass haben.

Warum die OPEC+ nicht in den Ölmarkt eingreift? Im Endeffekt gibt es eine Menge Thesen dazu. Ich glaube, dass es am Ausbau der Macht, aber auch an Individualinteressen liegt. Einige Mitgliedsstaaten möchten schließlich das hohe Niveau nutzen, um ihre Staatshaushalte zu finanzieren.

Es könnte auch damit zusammenhängen, dass jeder mit der aktuellen Situation glücklich ist. Ach, wirklich? Ja, zumindest im Kreis der Entscheider ist das offensichtlich der Fall. Hier ein Einblick darin, was jetzt aus dem Kreis des Kartells kolportiert worden ist.

OPEC+: Jeder ist glücklich …

Vielleicht fragst du dich gerade, woher diese steile These aus dem Dunstkreis der OPEC+ kommt. Im Endeffekt ist es ein Beitrag des US-Portals Oilprice.com, das mich auf diese Ausgangslage aufmerksam gemacht hat. Inhaltlich geht es zunächst darum, warum das Kartell nicht das Angebot erhöht hat. 800.000 Barrel pro Tag hätten ebenso eine Folge sein können.

Wie es aus dem Kreis der OPEC+ heißt, seien im Moment eigentlich alle Mitgliedsstaaten glücklich über die derzeitige Entwicklung. So feierten alle Akteure die hohen Niveaus und blicken auf beständige, vergleichsweise solide Förderquoten. Aber eben auch auf einen hohen Preis, den der Absatz mit sich bringt. Ein Preisniveau von 80 US-Dollar je Barrel Brent wird beispielsweise von Saudi-Arabien favorisiert.

Andere Mitgliedsstaaten verwiesen sogar darauf, dass selbst höhere Notierungen nicht schädlich für sie seien. Irak, beispielsweise, erklärte in diesem Kontext, dass rund 85 % der staatlichen Einnahmen von diesem Markt abhängig seien. Auch ein Preis von 120 US-Dollar je Fass sei für das Mitgliedsland kein Problem.

Wir können daher im Moment sagen: Nicht jeder ist glücklich über die aktuelle Entwicklung. Aber die OPEC+ und ihre Mitgliedsstaaten eben schon. Ein wichtiger Unterschied. Aber auch für Investoren im Öl-Markt ein entscheidendes Merkmal.

Ausgangslage für weitere Stabilität

Vielleicht fragst du dich jetzt gerade: Was bedeutet die Stimmungslage der OPEC+ für mich? Nun, sagen wir es so: Als Heizer oder als Verbraucher an einer Tankstelle wirst du voraussichtlich so schnell nicht wieder glücklich sein. Wer jedoch in diesem Markt investiert ist, der könnte vor soliden Zeiten stehen.

Das Glück der Mitgliedsstaaten über die aktuelle Ausgangslage könnte sinnbildlich für die zukünftige Stabilität im Ölmarkt stehen. Der Mix aus moderaten Fördererhöhungen und steigenden Preisen könnte der Königsweg sein, nach dem das Kartell so lange gesucht hat. Auch das schnelle Finden eines Konsenses bei den monatlichen Meetings ist für mich ein Indikator, dass das Kartell derzeit an einem Strang zieht.

Nicht jeder ist daher glücklich über die Entwicklung im Öl-Markt. Die OPEC+ hingegen schon. Für eine stabile Ausgangslage im Markt ist das grundsätzlich wichtig.

Der Artikel OPEC+: „Jeder ist glücklich“. Ach, wirklich? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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