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'Opec+'-Beratungen enden ohne Einigung - Ölpreis sinkt kräftig

WIEN (dpa-AFX) - Das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner haben sich nach langen Verhandlungen nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen können. Das teilte der russische Energieminister Alexander Nowak nach den Verhandlungen in Wien der russischen Staatsagentur Tass mit. Weder die 14 Opec-Staaten noch ihre zehn Kooperationspartner müssten sich ab dem 1. April an eine Förderbeschränkung halten, sagte er. Russland wolle aber auch weiterhin mit der Opec kooperieren.

Die Opec hatte am Donnerstag vorgeschlagen, dass die 14 Mitglieder eine Million Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger aus dem Boden pumpen und ihre zehn Kooperationspartner zusätzlich 500 000 Barrel pro Tag beisteuern.

Der Ölpreis gab mit der Ankündigung erneut deutlich nach, nachdem er über den gesamten Freitag schon kräftig gesunken war. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Nachmittag zeitweise weniger als 45,50 US-Dollar - und damit mehr als neun Prozent weniger als am Vortag.

Zu Jahresbeginn lag der Brent-Preis pro Barrel noch bei mehr als 65 Dollar. Zahlreiche Experten und Organisationen gehen inzwischen davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl deutlich langsamer steigen wird als erwartet oder sogar sinken könnte. Bei gleichbleibender Produktion dürfte das den Ölpreis weiter unter Druck setzen.