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Sportwagen, Lkw-Spinoff, Medikamente: Börsenkandidaten

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Seit etwa einem Jahr hört man Überlegungen, Porsche könnte an die Börse gehen. Gemeint ist damit nicht die im Dax notierte Porsche Automobile Holding SE, über welche die Familien Porsche und Piech ihre Anteile an Volkswagen halten, sondern die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, welche die Sportwagen baut.

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Laut Handelsblatt bereiten die beiden Familien nun einen Börsengang des Sportwagenbauers vor - und könnten sich im Zuge dessen sogar von nennenswerten Teilen an Volkswagen trennen. Die Überlegung: Eine separat börsennotierte Porsche könnte eine Bewertung ähnlich wie Ferrari erzielen (KGV 54), deutlich mehr als die VW-Vorzüge (KGV 36). Laut einer Schätzung von Bloomberg Intelligence könnte Porsche bis zu 105 Milliarden Euro wert sein - verglichen mit aktuell rund 115 Milliarden Euro Börsenwert von Mutter VW.

VW bekäme im selben Atemzug Cash, um den Wandel hin zur Elektromobilität zu finanzieren. Laut Handelsblatt würden die Familien VW-Anteile abgeben und dafür direkt Porsche-Aktien kaufen.

Eine andere Trennung im Autobereich steht bereits vor dem Abschluss: Am Freitag bekommen Daimler-Aktionäre jeweils eine Aktie der Lkw-Sparte Daimler Truck für jeweils zwei Daimler-Aktien in ihre Depots eingebucht. Eine der größten Börsennotierungen in Europa dieses Jahr wird damit vollzogen.

Anfang nächsten Jahres könnte dann das Pharmaunternehmen Cheplapharm seine Aktien an der Frankfurter Börse notieren lassen - laut Handelsblatt womöglich im Januar oder Februar. Eine Bewertung von mehr als 10 Mrd Euro wäre möglich, so die Zeitung.

In Deutschland warten immer noch mehr als ein Dutzend Unternehmen auf ihr Börsendebüt, die mit mindestens einer Milliarde Euro bewertet werden könnten.

Im Folgenden eine Übersicht von Kandidaten für eine Börsennotierung in absehbarer Zeit. Berücksichtigt werden kolportierte und bestätigte Pläne für IPOs, Notierungen und Abspaltungen.

  • Volkswagen denkt neben einem Börsengang von Porsche wohl auch im Batteriebereich über einen Börsengang nach, bei Lamborghini allerdings nicht. Auch Argo AI, die u.a. von VW finanziert werden, könnten an die Börse gehen

  • Daimler spaltet seine Lkw-Sparte ab und stellt für seine Tochter Daimler Truck eine zweistellige Umsatzrendite in Aussicht - zumindest in guten Jahren

  • Thyssenkrupp bringt seine Wasserstoffsparte Uhde Chlorine Engineers an die Börse: ein eigener Kapitalmarekttag dazu soll am 13. Januar darüber informieren

  • Lufthansa erwägt Kreisen zufolge neben dem Verkauf eines Minderheitsanteils an ihrer Wartungssparte Lufthansa Technik alternativ auch einen Börsengang - die Rückzahlung der Staatshilfen macht das Unterfangen allerdings inzwischen weniger dringlich

  • Cheplapharm Arzneimittel kauft etablierte Medikamente am Ende ihrer Reifephase von Pharmafirmen wie Roche oder AstraZeneca

  • Darüber hinaus gibt es eine Reihe deutscher Unternehmen, die in den USA an die Börse gehen wollen, oder auf das Akquisitionsvehikel Spac setzen, unter ihnen der Flugtaxibauer Volocopter, die Reisebuchungsplattform Omio oder das Unternehmen für medizinisches Cannabis, Cantourage. Für das Sulzbacher Spezialchemieunternehmen Cabb, die ehemalige Clariant Acetyl Building Blocks, läuft es womöglich auf eine Notierung in der Schweiz hinaus.

  • Ebenso wie DEA Wintershall und Babbel hat auch die MeinAuto Group AG ihre Börsenpläne zunächst auf Eis gelegt

(Ergänzt Bericht zu Cheplapharm in fünftem Absatz)

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