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OMV-Eigner fordern Veränderung, Borealis-Deal bringt Machtkampf

Andrew Noel und Matthias Wabl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Ankerinvestoren von OMV AG streben unterrichteten Kreisen zufolge weitere Änderungen im Aufsichtsrat an, um mehr Kontrolle über den Transformationsplan des Vorstandsvorsitzenden Rainer Seele zu haben.

Ein Streit über Aufsicht und Governance nach dem 4,7 Milliarden Dollar teuren Erwerb des Chemieherstellers Borealis AG durch OMV hat bereits den Sturz des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Berndt ausgelöst. Die Änderungen seien jedoch nicht weit genug gegangen, um die Bedenken der Top-Aktionäre des Unternehmens, der österreichischen Regierung und der Mubadala Investment Co. aus Abu Dhabi, zu zerstreuen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.

Die Umwälzungen bei OMV sind ein wichtiges Thema für Österreich. Es ist das größte Industrieunternehmen des Landes und einer seiner wenigen globalen Konzerne, der Tausende gut bezahlter Arbeitsplätze sichert und beträchtliche Dividenden in den Bundeshaushalt einbringt. Der wachsende Groll an der Spitze droht die Pläne von OMV zu untergraben, über fossile Brennstoffe hinaus zu diversifizieren, und ein Produzent von kohlenstoffarmer Energie und Chemikalien zu werden.

Die Investoren wollen einige Aufsichtsratsmitglieder, die wenig Erfahrung mit Öl, Gas oder Chemikalien haben, durch Branchenspezialisten ersetzen, die die Pläne von Seele besser prüfen können, sagten die Personen.

Überschrift des Artikels im Original:OMV Owners Demand Change as Borealis Deal Brings Power Struggle

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