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Oktoberfest 2022: Eine "Wiesn für alle" wird es nicht geben

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Das Oktoberfest soll 2022 wieder stattfinden. (Bild: katjen/Shutterstock.com)
Das Oktoberfest soll 2022 wieder stattfinden. (Bild: katjen/Shutterstock.com)

Bereits im Mai stand fest, dass es wegen der Corona-Pandemie auch im Jahr 2021 kein Oktoberfest geben wird. In einem neuen Interview erklärt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (63, SPD) jetzt, dass die Wiesn im kommenden Jahr unbedingt wieder stattfinden soll. Fest stehe aber auch, dass nicht jeder Zutritt erhalten wird, sollte das Mega-Volksfest steigen.

Nicht mehr als zwei Wiesn-Absagen

"Ich möchte auf jeden Fall, dass es in meiner Amtszeit bei zwei Wiesn-Absagen bleibt", erzählt Reiter im Gespräch mit der "Augsburger Allgemeinen". Darum denke man bereits darüber nach, wie das Oktoberfest 2022 aussehen könnte. In einem Punkt ist er sich aber sicher: "Es wird definitiv keine Wiesn für alle geben. Wenn sich jemand nicht testen oder impfen lassen will, dann wird er auch 2022 nicht aufs Oktoberfest gehen können."

Dieses Risiko wolle Reiter nicht eingehen. Darum müsse man sich auch schon jetzt überlegen, "wie wir das kontrollieren, dass nur die reinkommen, die wir auch reinlassen wollen". Es gebe unterschiedliche Varianten, die denkbar seien, darunter personelle und technische Kontrollen. "Nur bei den Kindern müssen wir natürlich eine Ausnahme machen, sonst ist es kein echtes Volksfest", meint Reiter.

Er könne "versprechen, dass ich alles dafür tun werde", dass es eine Wiesn geben werde. Eine "kastrierte Wiesn" solle es aber nicht werden. "In den Zelten wird es keine Beschränkungen geben können - etwa dass Abstände eingehalten werden müssen, Maske getragen werden muss oder nur jede fünfte Bank belegt werden darf." Dies sei kein Oktoberfest und dann könne man es auch gleich sein lassen.

Anfang Mai hatten Reiter und Ministerpräsident Markus Söder (54) angekündigt, dass die Wiesn auch 2021 ausfallen werde. "Die Tendenz war eindeutig, dass wir als Kommunalpolitiker einfach diese Verantwortung für unsere Bevölkerung [...] höher gewichten müssen, als das berechtigte und auch nachvollziehbare Interesse der Bevölkerung an Volksfesten", erklärte er. Söder meinte, die Lage sei einfach "zu unsicher".

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