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Warum die Okta-Aktie ein Drittel ihres Börsenwertes verliert

Die Okta-Aktie (WKN: A2DNKR) hatte am Donnerstag dieser Woche einen wirklich rabenschwarzen Tag. Mit den Anteilsscheinen ging es unterm Strich und in der Spitze um bis zu einem Drittel in den Keller. Selbst für die Growth-Aktien ist das eine überaus schwache Performance. Aber wir sind das Schema fast schon gewohnt.

Inzwischen sehen wir außerdem eine auslaufende Quartalsberichtssaison. Aber trotzdem hat die Okta-Aktie gewissermaßen als Nachzügler noch ein Zahlenwerk vorgelegt. Das wiederum ist auch der Grund, warum die Anteilsscheine so signifikant eingebrochen sind. Liefern wir ein wenig Farbe.

Okta-Aktie: Darum der Crash!

Eigentlich ist das Zahlenwerk der Okta-Aktie auf den ersten und zweiten Blick gar nicht schlecht. Der Umsatz schaffte ein Plus von 43 % im Jahresvergleich auf über 452 Mio. US-Dollar. Zudem lag der Nettoverlust mit 16 Mio. US-Dollar in dem Rahmen, den das Management im Vorjahreszeitraum bedient hat. Verwässerungseffekte führen dazu, dass das Ergebnis je Aktie von -0,10 auf -0,11 US-Dollar sinkt. Trotzdem: Das ist solide für den jetzigen Stand.

Bemerkenswert: Das Management der Okta-Aktie hält fast 2,5 Mrd. US-Dollar an Liquidität in der Bilanz. Das bedeutet, dass wir uns einen Cashburn auf diesem geringen Niveau noch Ewigkeiten leisten können. Entsprechend geht es hier nicht an die Existenz, was für mich zumindest eine gute Nachricht ist.

Aber was ist dann los? Beim Ausblick patzte das Unternehmen. So lieferte das Management lediglich eine Umsatzwachstumsrate von voraussichtlich 32 bis 33 % auf 463 bis 465 Mio. US-Dollar. Für das Gesamtjahr sollen die Erlöse auf bis zu 1,82 Mrd. US-Dollar klettern, was ein Umsatzwachstum in der Spitze von bis zu 40 % bedeuten soll. Aber das erste Halbjahr ist offensichtlich stärker gewesen.

Auch Profitabilität ist bei der Okta-Aktie nicht in Sicht. Im nächsten Jahresviertel soll das Ergebnis je Aktie bei -0,25 US-Dollar liegen. In einem Markt, der lieber profitable Wachstumsaktien sieht, reicht das offensichtlich einfach nicht.

Der erweiterte Kontext

Wenn das Management der Okta-Aktie also 1,82 Mrd. US-Dollar schaffen sollte: Wie steht es um die Bewertung? Bei einer Marktkapitalisierung in Höhe von 9,5 Mrd. US-Dollar ist jedenfalls viel Pessimismus eingepreist. Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von ca. 5,2 wirkt bedeutend preiswerter. Inzwischen haben die Anteilsscheine jedenfalls auch rund 78 % ihres Börsenwertes eingebüßt. Ob das ein Turnaround-Punkt ist? Schwer zu sagen.

Aber die Lösungen bereiten die Wirtschaftswelt auf eine digitalere Zukunft vor. Die Okta-Aktie kann langfristig orientiert eine Chance sein. Immerhin: Es gibt Wachstum und nahende Profitabilität. So verkehrt sieht das für meinen Geschmack nicht aus.

Der Artikel Warum die Okta-Aktie ein Drittel ihres Börsenwertes verliert ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Okta.

Motley Fool Deutschland 2022