Deutsche Märkte öffnen in 48 Minuten

OECD: Krieg und Sanktionen stürzen Russland in eine schwere Wirtschaftskrise

Wladimir Putin hat Russlands Wirtschaft mit seinem Krieg gegen die Ukraine in eine schwere Krise gestürzt.  - Copyright: Mikhail Metzel/POOL/TASS]
Wladimir Putin hat Russlands Wirtschaft mit seinem Krieg gegen die Ukraine in eine schwere Krise gestürzt. - Copyright: Mikhail Metzel/POOL/TASS]

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und die darauf folgenden Sanktionen stürzen das Land in eine tiefe Wirtschaftskrise. Dies ist die Einschätzung der Industrieländer-Organisation OECD. Russlands Wirtschaftsleistung werde bereits in diesem Jahr um 3,9 Prozent schrumpfen. 2023 werde das Bruttoinlandsprodukt dann noch einmal um 5,6 Prozent einbrechen.

Der teure Krieg und die Sanktionen werfen Russland damit an das Ende aller Industrie- und Schwellenländer zurück. Keines der anderen von der OECD oder dem Internationalen Währungsfonds betrachteten Länder werde einen solch tiefen Einschnitt erleben, wie Russland, das die Krise mit seinem Überfall auf die Ukraine selbst ausgelöst hat.

Russlands BIP betrug 2021, also vor dem Krieg, umgerechnet 1,776 Billionen Dollar. Das Minus in diesem und im nächsten Jahr entspricht damit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um rund 165 Milliarden Dollar.

Interessant ist auch ein Vergleich mit Russlands Wirtschaft vor dem ersten Angriff gegen die Ukraine mit der Annexion der Krim 2014. Im Jahr zuvor, 2013, hatte Russlands Wirtschaftsleistung noch 2,29 Billionen US-Dollar betragen. Das Land fällt seit Jahren in der Rangliste der größten Volkswirtschaften zurück. Phasenweise hatten hohe Rohstoffpreise diesen Abstieg überdeckt.