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Obstbauer erwarten geringere Kirschenernte als im Vorjahr

Kirschen am Baum

Die deutschen Obstbauern erwarten in diesem Sommer eine geringere Kirschenernte als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, werden in diesem Jahr schätzungsweise 53.500 Tonnen Süß- und Sauerkirschen geerntet. Das wären elf Prozent weniger als 2019. Spätfröste und Trockenheit in diesem Frühjahr führten vielerorts zu Einbußen.

Trotzdem liegt die Kirschenernte voraussichtlich immer noch zwölf Prozent über dem Zehn-Jahresdurchschnitt von 47.800 Tonnen pro Jahr. Die Süßkirschenernte wird in diesem Sommer mit knapp 38.100 Tonnen wohl um 15 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre wird jedoch eine um 19 Prozent höhere Erntemenge erwartet.

Süßkirschen werden bundesweit auf einer Fläche von gut 6000 Hektar angebaut. Fast die Hälfte der Anbauflächen liegt in Baden-Württemberg. Die Flächen mit Sauerkirschen schrumpften hingegen in den vergangenen zehn Jahren um etwa ein Drittel. Bundesweit werden noch auf gut 1800 Hektar Sauerkirschen angebaut, vor allem in Rheinland-Pfalz und Sachsen.

Mit gut 15.400 Tonnen werden in diesem Jahr fast genauso viele Sauerkirschen erwartet wie im Vorjahr. Die aktuelle Ernte wird auch wegen der reduzierten Flächen voraussichtlich etwas unter den Zehnjahresdurchschnitt liegen.

Inerhalb der Europäischen Union werden die meisten Kirschen in Polen erzeugt. Mit knapp 200.000 Tonnen produzierten die Obstbauern 2019 dort mehr als ein Fünftel aller Kirschen aus der EU.