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Nicht nur wegen des hohen Kredits: Warum ich statt in der Eigentumswohnung lieber zur Miete lebe

·Lesedauer: 3 Min.
Insider Autorin Jen Glantz
Insider Autorin Jen Glantz

Lange wollte ich kein Haus kaufen. Während meine Freunde alle in ihr erstes Eigenheim investierten, lebte ich weiterhin zur Miete. Vor der Pandemie lag das hauptsächlich daran, dass ich nicht wusste, wo ich mich langfristig niederlassen wollte. Außerdem war ich einfach nicht bereit für so viel finanzielle Verantwortung.

Die Pandemie hat mich in meiner Entscheidung nur noch bestärkt. Ich bin mit meiner Mietwohnung gerade zufriedener als je zuvor. Ich bin an keine Kredite gebunden und habe nicht überstürzt irgendeine Kaufentscheidung getroffen, die ich jetzt vielleicht bereuen würde. Für mich steht fest: Ich werde noch für eine sehr lange Zeit mieten. Hier sind fünf Gründe, wieso.

1. Flexibilität steht für mich an erster Stelle

Als Mieterin kann ich jedes Jahr aufs Neue entscheiden, ob ich meinen Mietvertrag verlängern möchte. Da ich von zu Hause aus arbeite, konnte ich diesen Umstand in der Vergangenheit komplett nutzen. Innerhalb von zwei Jahren habe ich in zehn verschiedenen Städten gewohnt. Und auch seit der Pandemie hat es mir enorm geholfen zu wissen, dass ich New York City jederzeit verlassen kann, sollte ich mich dort nicht mehr wohlfühlen. Als Mieterin liegt es komplett in meiner Hand, ob und wann ich umziehe.

2. Ich habe vorhersehbare Fixkosten

Natürlich hat man auch als Hausbesitzer vorhersehbare Fixkosten. Aber dabei bleibt es selten. Hinzu kommen meist noch unvorhergesehene Abgaben und Reparationskosten, deren Höhe stark variieren kann. Als Mieterin habe ich das nicht. Ich weiß stets, welche Kosten jeden Monat auf mich zukommen. Ich weiß, was ich meinem Vermieter überweisen muss und wie hoch meine Nebenkosten sind. Ich weiß sogar, wie viel Trinkgeld ich den Angestellten in meinem Gebäudekomplex zur Weihnachtszeit gebe. In einer Zeit, in der alles unsicher zu sein scheint, hat mir diese Stabilität meiner Wohnkosten ein Gefühl von genereller Stabilität gegeben. Zumindest, was meine Finanzen betrifft.

3. Ich muss nichts reparieren

Während der Pandemie habe ich mehr Zeit zu Hause verbracht als je zuvor. Dadurch haben sich die Geräte in meiner Wohnung schneller abgenutzt als üblich. Als nach sechs Monaten mein Kühlschrank plötzlich nicht mehr funktionierte, ein Abfluss ausgetauscht werden musste und die Klimaanlage kaputtging, kostete mich das aber keinen Cent. Mein Vermieter kümmerte sich um alles. Als Hausbesitzerin hätte ich für die Reparaturen rund 900 Euro zahlen müssen.

4. Ich muss im Vorfeld weniger sparen

Als Mieterin muss man weitaus weniger Geld auf der hohen Kante haben, um einziehen zu können. Abgesehen von einer Kaution, welche die Hälfte einer Monatsmiete betrug, musste ich nichts zahlen. Würde ich ein Haus kaufen wollen, müsste ich im Vorfeld weitaus mehr ansparen. Ich hätte Kaufnebenkosten, Maklergebühren und Anzahlungen. Erst dann würde ich den Schlüssel zu meinem neuen Zuhause ausgehändigt bekommen.

Bis ich all das angespart hätte, würden mehrere Jahre vergehen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil andere größere Investitionen derzeit ganz oben auf meiner Prioritätenliste stehen. Ich möchte zum Beispiel in ein kleines Unternehmen investieren und ein Auto kaufen.

5. Ich muss mir keine Gedanken über Schulden machen

Vielleicht ändere ich meine Meinung eines Tages doch noch und kaufe ein Haus. Allerdings erst, wenn ich genug Geld auf meinem Konto habe, um keinen Kredit aufnehmen zu müssen. Während der Pandemie auch noch einen Kredit inklusive Steuern und Versicherung zahlen zu müssen, ist für mich undenkbar.

Ich weiß, dass Hauskredite auch als sogenannte "gute Schulden" bezeichnet werden. Gute Schulden deswegen, weil sie langfristig dabei helfen, Eigenkapital und Vermögen aufzubauen. Trotzdem hätte ich Angst davor, mich an eine solche finanzielle Verpflichtung zu binden. Während der Pandemie hatte ich eine Zeit lang Verdienstausfälle. Das hätte unter Umständen meine Kreditwürdigkeit beeinträchtigt und schließlich die Kündigung meiner Hypothek zur Folge haben können.

Als Mieterin habe ich keine Schulden in diesem Ausmaß. Das hat mir vor allem während der Pandemie ein sichereres Gefühl gegeben, was meine finanzielle Situation betrifft.

Dieser Text wurde von Anika Faber aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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