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Warum du nur Spekulation siehst und dann eine 500-%-Chance verpasst

·Lesedauer: 3 Min.

Alles nur Spekulation! Ich hätte gerne jedes Mal, wenn ich diesen Satz höre, nur 1 Euro. Dann wäre ich nämlich schon lange Millionär.

Dabei ist das Wort an sich recht harmlos. Es entstammt dem lateinischen Wort Speculari, was man mit dem deutschen Wort Beobachtung übersetzen könnte.

Es ist schwer zu fassen, wie der Spekulant auf dieser Grundlage zur am meisten gehassten Figur der Finanzwelt werden konnte. Seriöse Anleger würden sich selbst schließlich niemals als Spekulanten, sondern immer als Investoren bezeichnen.

Doch aufgepasst! Die seriösen Damen und Herren Investoren nutzen die Bezeichnung Spekulation (womöglich unbewusst) für meinen Geschmack zu oft.

Denn alles, was man nicht versteht, ist natürlich reine Spekulation. Und später wundert man sich, wieso man eine klare 500-%-Chance verpasst hat.

Der feine Unterschied zwischen einer Investition und einer Spekulation

Niemand kennt die Zukunft. Selbst Börsenlegende Warren Buffett nicht.

Ist er deshalb ein Spekulant? Nein! Er bezeichnet sich selbst als Investor. Und das zu Recht. Denn bevor Buffett eine Aktie kauft, schaut er sich jede Ecke des dazugehörigen Unternehmens genau an.

Dieses Detail dürfte die allgemeine Auffassung über die Arbeit eines Investors perfekt widerspiegeln. Ein Investor schaut auf das Unternehmen. Ein Spekulant schaut hingegen nur auf den Preis.

Eine Investition ist fundamental getrieben. Eine Spekulation ist emotional getrieben. Zwei Welten mit zwei unterschiedlichen Typen von Marktteilnehmern.

Eine faule Ausrede hat keinen Informationsgehalt

Nun ist es aber so, dass auch die Börsenlegenden unter den Investoren keine allwissenden Eulen sind. Jeder hat sein Fachgebiet. Manche verstehen sich gut auf Immobilien. Andere konzentrieren sich auf Konsumgüter.

Leider kommen prominente Investoren nicht umhin, sich ab und zu über Fachgebiete zu äußeren, von denen sie wirklich keine Ahnung haben. Gerne wählen sie dann den leichten Ausweg und bezeichnen mitunter eine gesamte Anlageklasse als reine Spekulation.

Für den uninformierten Zuhörer ist das fatal. Denn was vom großen Meister als Spekulation bezeichnet wird, kann ja nichts wert sein.

Aber das ist in Wahrheit nicht das, was gesagt wurde. Es bedeutet lediglich, dass hier ein Informationsdefizit vorhanden ist.

500 % Rendite verdienen sich nur jene, die sich einen Informationsvorsprung erarbeiten

Selbstverständlich gibt es Finanzprodukte, die am Ende tatsächlich nichts wert sind. Das kann ein schlecht geführtes Unternehmen sein. Oder eine Kryptomünze, die nach einem Hund benannt ist.

Doch den Stempel der Wertlosigkeit kann man eben nur vergeben, nachdem man sich eingängig mit den Fundamenten befasst hat. Wer das nicht macht, wacht eines Tages auf und muss erkennen, dass das, was einst als Spekulation verabscheut wurde, in Wahrheit extrem starke Fundamente hat.

Es würde mich nicht wundern, wenn Gold vor 5.000 Jahren als reine Spekulation betrachtet wurde. Mit Ziegen und Apfelbäumen waren die Investoren zu jener Zeit vermutlich weniger kritisch.

Wahrscheinlich sind die meisten erst aufgewacht, nachdem eine Goldmünze 500 % mehr Ziegen und Apfelbäume wert war. Kurzum: Sei besser nicht wie die meisten.

Schau dir genau an, was andere als reine Spekulation betrachten, und bilde dir dein eigenes Urteil. Dann könnte es am Ende auch für dich Ziegen und Apfelbäume regnen.

Der Artikel Warum du nur Spekulation siehst und dann eine 500-%-Chance verpasst ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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