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Nur wenn Mark Zuckerberg zurückträte, könne Meta sich erholen, sagt eine Whistleblowerin

Die Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen sagt vor einem Senatsausschuss aus.
Die Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen sagt vor einem Senatsausschuss aus.

Die Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen ist der Meinung, dass sich der Social-Media-Riese nicht erholen könne, solange Mark Zuckerberg nicht als CEO zurücktritt. Die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Haugen hatte im vergangenen Jahr weltweit Schlagzeilen gemacht, als sie interne Unterlagen aus dem Social-Media-Konzern geleakt hatte. Diese zeigten, dass Meta – wie Facebook mittlerweile heißt – sich über seinen negativen Einfluss auf die geistige Gesundheit von Jugendlichen sowie über die kursierenden Falschinformationen und Hassreden durchaus im Klaren gewesen war. Unter anderem soll Meta bewusst ethnische Gewalt in Ländern wie Äthiopien geschürt haben.

Haugen sagte zu „Bloomberg“, dass Zuckerberg „wirklich glaubt, dass Facebook nur ein Spiegel“ der Realität sei und dass „wir unglücklich sind, weil wir es jetzt sehen können“. Seitdem er 19 Jahre alt ist, sei er nur von Menschen umgeben, die ihm sagten, er mache einen „tollen Job“, sagte sie. „Wir können Zuckerberg verteufeln“, fügte sie hinzu, aber das werde nicht viel bringen. Haugen sagte auch, dass Zuckerberg bei Meta im Gegensatz zu den meisten anderen börsennotierten Unternehmen 56 Prozent der Stimmrechte hält. „Niemand außer Mark Zuckerberg kann Facebook im Moment kontrollieren.“ Auf die Frage, ob Zuckerberg gehen sollte, hat sie eine klare Antwort: „Ich glaube nicht, dass sich das Unternehmen erholen kann, solange er an der Spitze steht.“

Haugen erwähnte auch eine Algorithmus-Anpassung aus dem Jahre 2018. Diese sei darauf ausgelegt, Reaktionen bei Nutzern hervorzurufen, und nicht nur wie bisher die Verweildauer zu erhöhen. „Wenn wir keine Reaktion von dir provozieren können, ist das nicht gut“, erklärte sie.

Extreme Inhalte werden an Orten mit viel sprachlicher Vielfalt am meisten verbreitet, sagte Haugen zu „Bloomberg“. Das bedeute, dass die Menschen in diesen Regionen der Welt die „gefährlichste Version von Facebook“ verwendeten. Vergangenen Monat berichtete Business Insider bereits, dass ein ehemaliger Facebook-Moderator aus Kenia Meta des Menschenhandels im Land bezichtigt hatte. Daniel Motaung sagte, er habe angesichts der traumatischen Inhalte, die sich die Moderatoren ansehen mussten, versucht, eine Mitarbeitergewerkschaft zu gründen. Für sein Bemühen sei ihm kurz darauf gekündigt worden.

„Die Tatsache, dass [Zuckerberg] das Metaverse verdoppelt hat, als ich auf Probleme im Zusammenhang mit Völkermord hingewiesen habe“, fügte Haugen in dem Interview hinzu, „anstatt diese Systeme tatsächlich sicherzumachen. Ich denke, das ist eine Pflichtverletzung“. Facebook wurde für eine Stellungnahme kontaktiert.

Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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