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Nicht nur gekannt, auch beherzigt: Ich wünschte, ich hätte diese drei Erfolgsprinzipien von Warren Buffett früher adaptiert

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Warren Buffett
Warren Buffett

Erfolgsprinzipien von Warren Buffett? Ja, das klingt zu Recht ziemlich Foolish. Natürlich muss man nicht jede seiner Investitionsentscheidungen kopieren. Vielleicht ist das sogar ziemlich kontraproduktiv, wenn wir seine Handlungen in den letzten ein, zwei Jahren betrachten. Aber: Sein Ansatz ist trotzdem zeitlos und mit Blick auf die Rendite weiterhin vielversprechend.

Ich hätte zugegebenermaßen einige Erfolgsprinzipien von Warren Buffett gerne eher adaptiert. Welche? Sagen wir es so: Ich sehe sogar drei an der Zahl. Und genau diese sind heute Anlass für diesen Foolishen Artikel.

Erfolgsprinzip von Warren Buffett: Mut zum Verzicht

Ein erstes Erfolgsprinzip, das ich gerne früher adaptiert hätte, ist der Mut zum Verzicht. Wie gesagt: Es mag ein wenig extrem sein, dass Warren Buffett zuletzt kaum investiert hat. Vor allem im letzten Crash nicht. Aber im Kern glaube ich, dass diese Eigenschaft gar nicht verkehrt ist.

Viele Investoren neigen dazu, überall investiert zu sein. In jeder Branche, in jeder Asset-Klasse. Tatsächlich kann man stärkere Ergebnisse einfahren, wenn man sich in dem Metier aufhält, das man als Investor wirklich kennt. Und wo man die Investitionsthesen am besten nachvollziehen kann.

Aber dieses Erfolgsprinzip von Warren Buffett geht noch weiter. Nämlich dahin, dass man im Zweifel auch mal sagt: Nein, ich sehe derzeit keine guten Chancen zu absolut fairen Preisen. Und auch hier verzichtet. Manchmal ist es besser, nicht zu handeln, als einen Schnellschuss zu wagen, der nach hinten losgeht. Ich brauchte jedoch Zeit, um das zu verstehen.

Auch mal Cash halten

Eng mit dem Mut zum Verzicht verknüpft: Ein weiteres Erfolgsprinzip von Warren Buffett besteht darin, auch mal Cash zu halten. Wie viel angebracht ist, das muss jeder Investor natürlich für sich selbst entscheiden. Die 149 Mrd. US-Dollar in Cash bringen dem Starinvestor natürlich auch Kritik ein. Trotzdem gilt, dass auch hier der Verzicht lukrativ sein kann.

Lukrativ dahin gehend, dass man als Investor Flexibilität behält. Entweder, was das Investieren zu besonders günstigen Kursen angeht, oder auch, was das eigene Leben betrifft. Wer voll investiert ist, der spürt eine Korrektur oder einen Crash möglicherweise stärker.

Dem Druck zu widerstehen, jeden Euro und jeden Cent direkt investieren zu müssen, kann ebenfalls mehr Erfolg bringen. Auch das ist entsprechend ein Erfolgsprinzip von Warren Buffett. Sowie eines, das ich gerne früher bei meinem Investmentprozess beherzigt hätte.

Erfolgsprinzip von Warren Buffett: Das Unternehmen im Blick

Dividendenrendite, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Dip oder Crash um die Hälfte? Alles schön und gut und manchmal auch interessant für Warren Buffett. Aber im Zweifel ist sein Erfolgsprinzip stets, das Unternehmen in den Vordergrund zu rücken.

Leider habe ich auch hier eine gewisse Zeit nicht verstanden, was das heißt, und eher auf die Kennzahlen oder die Dividendenrendite geachtet. Später wiederum bin ich Kompromisse eingegangen: Ein Unternehmen, das okay ist, für Kennzahlen, die mir zugesagt haben. Auch das ist letztlich ein Pfad, der in die Mittelmäßigkeit führt.

Heute befolge ich auch dieses Erfolgsprinzip von Warren Buffett. Das heißt: Bei jeder Analyse steht das Unternehmen bei mir im Vordergrund. Erst dann schaue ich, ob mir die Bewertung zusagt.

Der Artikel Nicht nur gekannt, auch beherzigt: Ich wünschte, ich hätte diese drei Erfolgsprinzipien von Warren Buffett früher adaptiert ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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