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NRW-FDP schickt Lindner auf Platz 1 ins Bundestagswahl-Rennen

·Lesedauer: 2 Min.

DORTMUND (dpa-AFX) - Nordrhein-Westfalens FDP schickt ihren früheren Landes- und jetzigen Bundesvorsitzenden Christian Lindner auf Platz 1 der Landesliste in den Bundestagswahlkampf. Bei einer Parteiversammlung am Sonntag bekam der 42-Jährige 96,9 Prozent der Delegiertenstimmen. Die parteiinterne Zustimmung lag noch höher als 2017, als es 91,2 Prozent gewesen waren.

Lindner machte vor den Delegierten deutlich, dass er die FDP in Berlin von der Oppositionsbank an das Regierungsruder führen will. "Wir sind bereit zur Übernahme von Verantwortung für die Bundesrepublik Deutschland." Eine Regierungsbeteiligung hänge aber von den richtigen Inhalten eines Koalitionsvertrags ab. Vor allem bürokratischen Ballast für die Wirtschaft will Lindner beseitigen.

Der FDP-Politiker forderte eine Neuausrichtung der Corona-Politik der jetzigen Bundesregierung. "Nach mehr als einem Jahr ist es Zeit, nicht nur die Corona-Risiken zu sehen, sondern die Corona-Risiken abzuwägen gegen die Risiken, die durch die Bekämpfung von Corona eben auch bestehen", sagte der Liberale. Die Menschen würden "unduldsam" und Corona-Einschränkungen würden als "drückend" wahrgenommen. "Ich warne vor einem pauschalen fortgesetzten Lockdown." Stattdessen müssten zum Beispiel Schnell- und Selbsttests umfangreich eingesetzt und beim Impfen mehr Tempo gemacht werden, dies unter Einbindung von möglichst vielen Ärzten und Apotheken.

Zudem sollte nicht nur auf die Wocheninzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - maßgeblich sein für die Corona-Politik des Staates, sondern auch die Zahl der Todesfälle und die Belegung der Intensivbetten. Die Logik dahinter: Bindet man solche Zahlen in die Entscheidungsfindung ein, so könnte von harten Maßnahmen möglicherweise abgesehen werden, da sie im Vergleich zu vergangenen Monaten relativ niedrig sind. Infektionszahlen sollten differenziert betrachtet werden, so Lindner. "Ist es eine ganze Fußballmannschaft an einem Ort oder sind es viele diffuse Infektionen, wo man nicht genau weiß, wo war die Quelle?"

Die Landeswahlversammlung der NRW-FDP fand vor Ort statt, die Teilnehmer kamen erst nach einem negativen Corona-Testergebnis in die Halle. Zudem gab es Abstands- und Hygieneregeln. Allerdings kamen nicht alle der 400 abstimmungsberechtigten Delegierten persönlich, einige hatten ihre Stimmrechte an Parteikollegen übertragen. Auf die beiden Plätze hinter Lindner kamen die Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und der Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff. Im Jahr 2017 hatten es 20 Liberale über die NRW-Landesliste in den Bundestag geschafft.