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Novartis-Aktie: 3,43 % Dividendenrendite, Test eines potenziellen Covid-19-Mittels und volle Pipeline

Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Während konjunktursensible Werte im Wirtschaftsaufschwung meist besser als Hersteller von essenziellen Gütern abschneiden, ist es in der Krise genau umgedreht. Unternehmen wie Nestlé (WKN: A0Q4DC), Walmart (WKN: 860853) oder Johnson&Johnson (WKN: 853260) stehen deshalb derzeit hoch im Kurs, während die Shell (WKN: A0D94M)-Aktie, die Commerzbank (WKN: CBK100)-Aktie oder die TUI (WKN: TUAG00)-Aktie stark eingebrochen sind.

Die Novartis (WKN: 904278)-Aktie zählt eher zu den defensiven Werten, wie Warren Buffett sie meistens bevorzugt. Warum sie derzeit, aber auch langfristig attraktiv ist, erfährst du hier.

1) Relativ sicherer Dividendenwert

Novartis zahlt seit 1996 nicht nur ununterbrochen eine Dividende, sondern hat sie seitdem auch jedes Jahr erhöht. Dabei betrug das durchschnittliche jährliche Wachstum der Ausschüttungen 8 %. Dies kann ein Unternehmen nur dann gewährleisten, wenn es auch seine Gewinne im Zeitverlauf steigert. Dazwischen lagen mit 2000 bis 2002 und 2008 gleich zwei schwere Krisen. Novartis hat sie nicht nur überstanden, sondern seine Ausschüttung in den schweren Jahren weiter erhöht statt gesenkt.

Und auch in der aktuellen Rezession zahlt Novartis 2,95 Schweizer Franken, was immer noch einer Dividendenrendite von 3,43 % entspricht (21.04.2020). Zudem hat der Konzern im März 2020 angekündigt, bis März 2023 bis zu 10 % der eigenen Aktien zurückzukaufen, wodurch deren Attraktivität weiter zunimmt.

2) Bedeutende Rolle in der Coronavirus-Krise

Die Gesundheitsbehörden suchen unter den bereits bestehenden Pharmaka verzweifelt nach einem Produkt, das gegen das neuartige Coronavirus wirkt. Viele von ihnen machen Hoffnung, aber die wenigsten werden wohl am Ende tatsächlich wirksam sein.

Novartis unterstützt die Suche nach einem Mittel. So hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA nun eine klinische Studie zu Hydroxychloroquin durch den Pharmakonzern genehmigt. An den Untersuchungen werden in den USA etwa 440 Covid-19-Patienten in mehr als zwölf verschiedenen Kliniken teilnehmen.

Mit ersten Studienergebnissen rechnet Novartis im Juni 2020. Hydroxychloroquin wird bisher zur Behandlung von rheumatischer Arthritis, Kollagenosen und Malaria eingesetzt, besitzt aber auch erhebliche Nebenwirkungen. So kann es Herzprobleme und Sehkraftverlust verursachen. Dennoch haben erste Tierversuche gezeigt, dass es gegen das Coronavirus wirkt. Hydroxychloroquin wird neben Novartis auch von Sanofi (WKN: 920657) und Bayer (WKN: BAY001) hergestellt.

3) Auch für die Zukunft gut aufgestellt

Gute Resultate in der Vergangenheit nützen dem Anleger wenig, wenn ein Unternehmen nicht auch Zukunftsperspektive besitzt. Wie die aktuelle Krise eindrucksvoll zeigt, ist und bleibt der Mensch gegenüber Krankheiten sehr anfällig. Medikamente werden gerade bei einer wachsenden Bevölkerung immer wichtiger.

Aktuell verfügt Novartis über 37 Mittel in der Entwicklungsphase drei. Sie werden also bald auf den Markt kommen und so den Gewinn weiter steigern. 13 weitere neue Produkte befinden sich bereits in der Zulassungsanmeldung und 114 Projekte in der Entwicklungsphase eins und zwei.

Der Konzern konzentriert sich auf Bereiche, in denen es bisher keine wirksamen Medikamente gab, und auf die individualisierte Medizin. Sie ist wirkungsvoller und verursacht weniger Nebenwirkungen und ist deshalb die Zukunft.

Anders als andere Pharmawerte verfügt Novartis über viele verschiedene Produkte und ist somit breit aufgestellt. Das zukünftige Wachstum ist hierüber abgesichert. Die Aktie scheint also nicht nur in der aktuellen Krise ein gutes Investment zu sein.

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Christof Welzel besitzt Johnson&Johnson- und Nestlé-Aktien. The Motley Fool empfiehlt Johnson&Johnson und Nestlé.

 

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