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North Dakota: Politiker stirbt an Covid-19 und gewinnt Wahl

Johannes Giesler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Politiker aus North Dakota ist im Oktober an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Zuvor hatte er sich um einen Sitz im Abgeordnetenhaus des Bundesstaates beworben – und diesen nun bei der Wahl am Dienstag auch tatsächlich gewonnen.

In North Dakota wurde bei der Wahl am Dienstag ein Verstorbener ins Abgeordnetenhaus des Bundesstaates gewählt.. Foto: AP Photo / Scott Sonner)
In North Dakota wurde bei der Wahl am Dienstag ein Verstorbener ins Abgeordnetenhaus des Bundesstaates gewählt.. Foto: AP Photo / Scott Sonner

Die Coronavirus-Pandemie hat nicht nur thematisch den Präsidentschaftswahlkampf in den Vereinigten Staaten von Amerika dominiert. Sie nimmt mancherorts auch ganz konkret Einfluss auf das politische Personal. So wurde am Dienstag, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, ein republikanischer Politiker ins Abgeordnetenhaus des US-Bundesstaats North Dakota gewählt. Nur: Er ist bereits im Oktober an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Er war sehr vorsichtig um Umgang mit dem Virus

Wie die Presseagentur Associated Press damals berichtete, verstarb der 55-jährige David Andahl am 5. Oktober. Seine Kandidatur konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zurückgezogen werden. Selbst seine Wahlkampf-Seite ist noch online geschaltet. Laut der Mutter Pat Andahl wurde ihr Sohn erst wenige Tage vor seinem Tod mit Komplikationen aufgrund eines schweren Verlaufes, nach einer Infektion mit dem Coronavirus, in ein Krankenhaus in Bismarck eingeliefert.

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Pat Andahl sagte, ihr Sohn sei stets sehr vorsichtig gewesen im Umgang mit dem Virus. Er habe sich zudem leidenschaftlich darauf gefreut, der Regierung in Zukunft dienen zu können: „Er fühlte sich seinem Wahlbezirk sehr verpflichtet und wollte ihn zum Besseren verändern. Seine Liebe galt dabei der Landwirtschaft. Er wollte sich vor allem für Farmer*innen und die Beschäftigten in der Kohleindustrie einsetzen.“

Gewählt gilt als gewählt

Andahl hatte sich bei den republikanischen Vorwahlen im Juni gegen den langjährigen Amtsinhaber Doug Burgum durchgesetzt. Zur Wahl trat er gemeinsam mit einem weiteren republikanischen Kandidaten, Dave Nehring, an. Andahl vereinigte im District 8, seinem Wahlbezirk, 35,53 Prozent der Stimmen auf sich. Nehrin 40,72 Prozent der Stimmen. Die demokratischen Gegenkandidatinnen kamen auf 9,88 Prozent und 11,42 Prozent.

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Bestehendes Recht sieht vor, dass die Stimmen für Andahl, trotz seines Todes, zählen. Das berichtet die Huffington Post unter Berufung auf den obersten Juristen und Generalstaatsanwalt in North Dakota, Wayne Stenehjem. Erhalte ein Verstorbener demnach die meisten Stimmen, gelte er auch als gewählt. Aber: „Verstirbt ein gewählter Kandidat, ist er nicht mehr in der Lage, seine Rolle auszufüllen und es entsteht eine Vakanz. Diese muss nun, den Gesetzen des Staates folgend, gefüllt werden“, sagte Stenehjem. Die Entscheidungsgewalt liege dann bei der republikanischen Partei, diese dürfe einen Ersatz wählen.

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