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NordLB sorgt mit 275 Mio. Euro vor - warnt vor Belastungen 2021

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die NordLB hat die Risikovorsorge im dritten Quartal deutlich angehoben. Damit bereitet sie sich auf drohende Kreditausfälle durch die Coronakrise vor.

Für die ersten neun Monate weist die Landesbank nun eine Vorsorge von 275 Millionen Euro aus, verglichen mit nur 99 Millionen Euro nach den ersten beiden Quartalen.

“Aller Voraussicht nach wird die Corona-Pandemie zum stärksten Rückgang der Wirtschaftsleistung seit vielen Jahrzehnten führen. Hierauf haben wir reagiert und unsere Risikovorsorge noch einmal kräftig aufgestockt”, sagte NordLB-Chef Thomas Bürkle am Donnerstag in einer Mitteilung. “Dank der hohen Qualität unseres Kreditportfolios sind die tatsächlichen Auswirkungen bislang aber überschaubar.”

Im vergangenen Jahr war die NordLB wegen hoher Schiffskredit-Risiken mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gestützt worden, nachdem die Europäische Kommission grünes Licht für die Kapitalzufuhr gegeben hatte. Im Gegenzug versprach die Bank, kleiner und regionaler zu werden.

Mit Blick auf die ersten neun Monate 2020 erzielte die NordLB einen Verlust nach Steuern von 74 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Konzernergebnis bei plus 215 Millionen Euro gelegen.

Für das Gesamtjahr geht die Bank von einem Verlust aus. “Wir müssen zudem damit rechnen, dass die ökonomischen Folgen der Pandemie auch im kommenden Jahr das Geschäftsergebnis belasten werden”, sagte Bürkle.

Unter den großen Landesbanken veröffentlicht neben der NordLB nur die BayernLB Bilanzzahlen zum dritten Quartal. Bei dem Münchener Schwester-Institut war in den ersten neun Monaten die Risikovorsorge auf insgesamt 175 Millionen Euro gestiegen, verglichen mit 8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Belegschaft schrumpft

Bürkle hat diese Woche in einem Interview mit Bloomberg erklärt, er wolle unter anderem das Geschäft rund um erneuerbare Energien ausbauen. Ziel sei es allerdings, hier unabhängiger von den Zinserträgen zu werden und mehr Geld durch Provisionen zu verdienen. “Beispielsweise indem wir die Kredite verpacken und an Investoren weiterverkaufen”, sagte Bürkle.

Trotz der Coronakrise bleibt die NordLB bei ihren Zielen für 2024. Dazu zählen eine Eigenkapitalrendite von 7% und eine Kosten-Ertragsquote von unter 50%.

Die Zahl der Mitarbeiter soll zudem bis Ende 2023 auf 2.800 reduziert werden. Die entsprechenden Vereinbarungen seien in der Zwischenzeit vollständig unterzeichnet worden, erklärte die NordLB am Donnerstag weiter. Im bisherigen Jahresverlauf ist die Mitarbeiterzahl bereits um etwa 400 auf 4.900 gesunken.

Die NordLB hatte die Finanzkrise zwar ohne Rettungsgelder überstanden, litt aber in den Jahren danach unter faulen Schiffskrediten. Einige davon verkaufte sie an Cerberus Capital Management, nachdem der Private-Equity-Investor bei einer angestrebten Minderheitsbeteiligung an der Bank nicht zum Zuge gekommen war.

(Ergänzt um Ausblick 2021 und Mitarbeiterabbau)

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©2020 Bloomberg L.P.