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NordLB-Sparte Deutsche Hypo mit weniger Gewinn und ohne Prognose

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Der zur NordLB gehörende Immobilienfinanzierer Deutsche Hypo verzichtet angesichts der Corona-Krise auf eine Prognose für 2020. Für das vergangene Jahr meldete das Unternehmen einen Gewinnrückgang.

„Die Deutsche Hypo ist bei unverändert guten Rahmenbedingungen in das Geschäftsjahr 2020 gestartet“, erklärte Vorstandsmitglied Sabine Barthauer am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung vorläufiger Bilanzzahlen für 2019. „Innerhalb der letzten Wochen hat sich jedoch gezeigt, dass diese positive Ausgangssituation neu zu bewerten ist.”

In Abhängigkeit von der Dauer und der Intensität der ökonomischen Auswirkungen der Pandemie sowie der Wirkung staatlicher Hilfsprogramme werde sich erst noch zeigen müssen, wie stark die Volkswirtschaften in den Zielmärkten des Unternehmens betroffen sein dürften. Barthauer: “Für einen belastbaren Ausblick ist es jedoch noch zu früh”.

Für 2019 wies das Unternehmen ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 55,1 Millionen Euro aus. Dieses lag unter dem durch positive Einmalerträge geprägten Vorjahreswert von 74,7 Millionen Euro.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, die Deutsche Hypo könnte veräußert werden. Dem erteilte NordLB-Chef Thomas Bürkle diese Woche eine Absage. “Ich sehe kein Szenario, bei dem die Deutsche Hypo verkauft oder auf den Markt gegeben wird. Das sehe ich nicht”, sagte er.

Der vollständige Geschäftsbericht 2019 soll am 27. April veröffentlicht werden.

(Ergänzt um Verkaufsspekulationen im vorletzten Absatz)

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