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Nordkoreas Waffenfabriken laufen auf Hochtouren, um Waffen und Munition für den Krieg Russlands herzustellen

Der russische Präsident Wladimir Putin (r.) und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un (l.) besuchten im vergangenen Jahr die Baustelle des Angara-Raketenstartkomplexes in Ziolkowski, Russland. - Copyright: Contributor/Getty Images
Der russische Präsident Wladimir Putin (r.) und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un (l.) besuchten im vergangenen Jahr die Baustelle des Angara-Raketenstartkomplexes in Ziolkowski, Russland. - Copyright: Contributor/Getty Images

Nordkoreas Rüstungsindustrie „läuft auf Hochtouren“, teilte der südkoreanische Verteidigungsminister Shin Won-sik am Montag mit. Vor allen Dingen produziere sie dabei Waffen und Munition für Russland. „Während Nordkoreas Waffenfabriken aufgrund von Material- und Energieengpässen nur zu 30 Prozent ausgelastet sind, reizen solche Werke, die hauptsächlich Waffen und Granaten für Russland herstellen, ihre Kapazität voll aus“, so Shin laut der Nachrichtenagentur „Yonhap“ bei einer Pressekonferenz.

Pjöngjang liefert Waffen, Russland bezahlt mit Nahrungsmitteln

Demnach habe Nordkorea seit vergangenem August seinen Nachbarn Russland mit 6700 Schiffscontainern an Gütern versorgt. Bis zu 3 Millionen 152-Millimeter-Artilleriegranaten könnten bei diesem Umfang geliefert worden sein, ordnete der Minister ein. Möglicherweise könne es sich auch um eine halbe Million solcher Granaten mit einem Kaliber von 122-Millimeter gehandelt haben. Die US-Regierung wiederum schätzt, dass Nordkorea in weit größeren Ausmaßen nach Russland exportiert. Sie geht von 10.000 versandten Containern seit September davon aus, .

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Im Austausch für die Munition stelle Russland der sozialistischen Volksrepublik Nahrungsmittel und Rohstoffe für die Kampfmittelproduktion bereit, zitiert „Yonhap“ Shin. Insgesamt, führte er aus, liefere Moskau rund 30 Prozent mehr Güter an das Regime in Pjöngjang als es aus dem Land beziehe. Zumeist handele es sich dabei um Lebensmittel, “die wahrscheinlich die Preise für Nahrung stabilisiert haben“, und andere Bedarfsgüter.

Indes verschärfte die US-Regierung am vergangenen Freitag die Sanktionen gegen Russland. Das US-Außenministerium teilte mit, es habe die Spedition ausgemacht, welche den russischen Hafen Vostochny am Japanischen Meer betreibt. Über ihn hätten 7400 nordkoreanische Lieferungen von Munition und Kampfausrüstung Russland erreicht.

Insider: Ohne Nordkorea wäre Russland in einer "katastrophalen" Lage

Angeischts herber Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Russland in den vergangenen drei Jahren seine Militärproduktion enorm hochgefahren und Zulieferer gesucht. Der Krieg habe Präsident Wladimir Putin gezwungen, persönlich beim nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un um Waffen zu bitten, berichtete im Januar der britische Verteidigungsminister Grant Shapps.

Die Ukraine protestierte gegen die die Waffenexporte. Kyrylo Budanov, Chef der Nachrichtendienste im ukrainischen Verteidigungsministerium, sagte, die militärische Lage Russlands sähe „katastrophal“ aus, hätte Pjöngjang nicht seine Unterstützung zugesagt. Die Ukraine sieht sich ebenfalls großen Problemen ausgesetzt, ihre Munitions- und Ausrüstungsversorgung aufrecht zu erhalten. Grund dafür ist zum Teil die stockende Unterstützung durch die US-Republikaner, die derzeit die Ukrainehilfe blockieren, um gegenüber ihrer Regierung härtere Grenzmaßnahmen durchzusetzen.

Dieser Artikel wurde von Marlon Jungjohann aus dem Englischen übersetzt. Lest den Originalartikel auf Business Insider.