Werbung
Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 37 Minuten
  • Nikkei 225

    38.787,38
    -132,92 (-0,34%)
     
  • Dow Jones 30

    40.003,59
    +134,19 (+0,34%)
     
  • Bitcoin EUR

    61.070,70
    -437,02 (-0,71%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.354,06
    -19,78 (-1,44%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.685,97
    -12,33 (-0,07%)
     
  • S&P 500

    5.303,27
    +6,17 (+0,12%)
     

Nordkoreas Machthaber fordert Erhöhung der Getreideproduktion

SEOUL (dpa-AFX) -Angesichts der chronischen Nahrungsmittelknappheit im Land hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gefordert, mehr landwirtschaftliche Anbauflächen zu schaffen und die Getreideproduktion zu erhöhen. Die "ländliche Frage" sei von strategischer Bedeutung, die unbedingt gelöst werden müsse, sagte Kim zum Abschluss einer mehrtägigen Plenarsitzung des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei in Pjöngjang. Es sei wichtig, sich auf "die Erhöhung der Erträge pro Hektar in sämtlichen landwirtschaftlichen Betrieben" zu konzentrieren, wurde er am Donnerstag von den staatlich kontrollierten Medien zitiert.

Auf die aktuelle Versorgungslage des weithin abgeschotteten Landes gingen die Berichte nicht ein. Während der Sitzung räumten Teilnehmer jedoch "Fehler" bei der Umsetzung der ländlichen Entwicklungsstrategie ein. Kim selbst sprach in seiner Abschlussrede am Mittwoch von "Einseitigkeiten bei der Anleitung des Anbaus", die überwunden werden müssten. Er gab unter anderem Anweisungen, die Bewässerungssysteme zu verbessern, moderne Landmaschinen herzustellen und die Anbauflächen zu erweitern. Den Berichten zufolge sieht das Zentralkomitee in der Erfüllung der diesjährigen Vorgaben bei der Getreideproduktion das erste von zwölf wichtigen Zielen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Nach Einschätzung der südkoreanischen Regierung hat sich die Versorgungslage im Nachbarland deutlich verschlechtert. Laut südkoreanischen Experten gingen die Ernteerträge des Landes im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2021 um vier Prozent auf etwa 4,5 Millionen Tonnen zurück. Nordkorea leidet seit Jahren als Folge von Naturkatastrophen und der eigenen Misswirtschaft unter einer Nahrungsmittelknappheit. In einem Lagebericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef von Ende 2020 hieß es, dass für mehr als zehn Millionen Menschen in Nordkorea keine Nahrungssicherheit bestehe.