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Nord Stream 2: Befürworter in der EU mehren sich

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

Nord Stream 2 ist weiterhin ein umstrittenes und vielfach diskutiertes Projekt. Zuletzt hat insbesondere die Verhaftung von Kreml-Kritiker Nawalny Öl in das lodernde Feuer der Diskussionen rund um die EU-Pipeline gegossen. Dabei haben einige Politiker innerhalb der EU und auch innerhalb Deutschlands Nord Stream 2 infrage gestellt.

Ein vorläufiger Höhepunkt ist die offene Kritik Frankreichs und die Forderung nach einem Baustopp gewesen. Wobei eine schnelle Schalte zwischen Paris und Berlin beziehungsweise Macron und Merkel dazu geführt hat, dass Frankreich inzwischen wieder einlenkte. Womöglich auch, weil Nord Stream 2 nicht als politisch gewertet werden soll.

Jetzt zum Sonntag hat es einen weiteren Spitzenpolitiker gegeben, der sich für Nord Stream 2 ausgesprochen hat. Ebenfalls innerhalb der EU. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren wissen sollten.

Nord Stream 2: Im europäischen Interesse

Genauer gesagt ist es niemand anderes als der österreichische Bundeskanzler Kurz, der sich jetzt zu dem EU-Projekt geäußert hat. Seiner Meinung nach sei die Pipeline ein europäisches Projekt, das nicht nur Russland diene. Neben Deutschland würde außerdem eine ganze Menge anderer Staaten von der Pipeline profitieren. Unter anderem auch Österreich, aber insgesamt viele europäische Staaten.

Wer glaube, dass Nord Stream 2 daher bloß Russland nütze, der irre, so der Kanzler sinngemäß. Zudem hält Kurz es für zu kurz gedacht (Wortwitz beabsichtigt), die Pipeline mit Sanktionen zu verknüpfen. Er begrüße daher die Haltung der deutschen Bundesregierung und von Kanzlerin Angela Merkel, die an der Pipeline festhalte, trotz des Falls Nawalny. Denn man müsse aufpassen, dass man sich mit den Sanktionen nicht ins eigene Fleisch schneide, so der österreichische Kanzler sinngemäß weiter.

Insgesamt sieht Kurz Nord Stream 2 daher positiv, mit einer einzigen Einschränkung. Man müsse trotzdem aufpassen, dass die Interessen der Ukraine gewahrt würden, so der österreichische Bundeskanzler. Trotzdem zeichnet sich hier insgesamt eine positive Tendenz ab.

EU plötzlich wieder pro EU-Pipeline …?

Auch mit diesen Aussagen lässt sich für den Moment festhalten: Der Wind scheint sich ein weiteres Mal zu drehen. Und in diesen Tagen zumindest nicht metaphorisch eisig beim Thema Nord Stream 2 zu sein. Deutschland möchte weiterhin an dem Bau und dem Betrieb festhalten, Frankreich hat inzwischen eingelenkt. Und Österreich scheint ebenfalls die positiven Faktoren höher zu bewerten als die Nachteile oder die Sanktionsmöglichkeiten.

Eine weitere Baustelle bleiben die US-Sanktionen. Allerdings haben die USA durchscheinen lassen, unter Biden gesprächsbereit zu sein. Das könnte einen diplomatischen Zugang zu einer Konsensfindung öffnen. Trotz des Falls Nawalny scheint die EU-Pipeline daher Fortschritte zu machen. Das ist ein positives Zwischenfazit, das wir zumindest im Moment ziehen dürfen.

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