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Nike: Geschäfte in China laufen wieder an

Nike setzt auf Wiederbelebung der Märkte in China

Die Geschäfte des US-Sportartikelherstellers Nike in China laufen nach dem Abflauen der Coronavirus-Pandemie in dem Land wieder an. Die Kunden kauften wieder in den Läden ein, auch wenn sie oft noch Atemschutzmasken tragen, sagte Nike-Chef John Donahoe bei der Vorstellung der Unternehmensbilanz für das vergangene Quartal des Geschäftsjahrs 2019/20 am Dienstag.

Demnach sank der Nettogewinn im Vorjahresvergleich um 23 Prozent auf 847 Millionen Dollar (782 Millionen Euro). Die Umsätze seien dagegen um fünf Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar gestiegen. Die Verkäufe in China seien zwar um 22 Prozent eingebrochen, allerdings sei der Absturz durch höhere Absätze in anderen Teilen der Welt und durch Zuwächse beim Online-Handel mehr als aufgefangen worden.

Während des vorläufigen Höhepunkts der Corona-Pandemie in China waren drei Viertel der Nike-Geschäfte in dem Land geschlossen. Seit vergangener Woche sind nun alle Läden außerhalb von China, Japan und Südkorea dicht. Dennoch will das Unternehmen mit einer neuen Produktreihe auf den Markt gehen, die ursprünglich für die mittlerweile auf nächstes Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Japan vorgesehen waren.

Bereits zuvor hatte der US-Flugzeugbauer Boeing angekündigt, auf eine Wiederbelebung des chinesischen Markts zu setzen. Das kriselnde Unternehmen befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen mit China über neue Aufträge.