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New Patent on the Block: Dokumentenrevision auf der Blockchain

David Scheider

Die US-Firma Xerox reicht ein Patent ein, mit dem Nutzer Dokumente auf einer Blockchain ablegen, und sie so gegen Manipulationen absichern können. Unterdessen dauert der Wettlauf um die Sicherung von Patenten im Blockchain-Sektor an.

Es liest sich wie eine Prototyp-Beschreibung der Blockchain-Technologie:

„Eine Node im Netzwerk kann eine von anderen Nodes vorgenommene Änderung des Dokuments überprüfen und einen neuen Block zur Chain hinzufügen, indem sie One-Way-Hashes verwendet, wodurch die Chain gegen Manipulationen geschützt ist“,

heißt es in dem Patentantrag.

Ungeachtet dessen akzeptierte das US-Patentamt (US Patent and Trademark Office) am 13. November das Patent für ein „Secure revisioning auditing system for electronic document files“ – und das nach über einem Jahr. Denn wie BTC-ECHO bereits berichte, liegt der Antrag seit August 2017 vor.

Das Technologieunternehmen beschreibt darin ein blockchainbasiertes Verfahren für das Tracking von Veränderungen an Dokumenten. Dies soll vor allem dafür sorgen, dass inhaltliche Änderungen der abgelegten Daten klar als solche erkennbar sind und folglich die Manipulationssicherheit erhöhen:

„Wenn ein ungültiger Block erkannt wird, kann das System eine Audit-Warnung an das Netzwerk senden. Das Audit-Protokoll ist manipulationsresistent und kann daher verlässliche Beweise bei der Einhaltung von Audits, Untersuchungen und der Führung von Geschäfts- oder Gerichtsakten liefern.“

Use Case Audits

Als Use Case des Systems geben die Autoren sogenannte Dokumenten-Audits an. Denn wie in dem Antrag beschrieben, durchlaufen Dokumente auf dem Weg bis zu ihrer finalen Version unzählige Versionen. Um diese nachzuvollziehen und nachträgliche Änderungen an älteren Versionen auszuschließen, will Xerox auf die Blockchain-Technologie zurückgreifen:

„[…] bei einigen elektronischen Dokumenten mit hohem Sicherheitsanspruch, wie elektronischen Krankenakten, Bankunterlagen oder der Dokumentation einer strafrechtlichen Ermittlung, ist es wichtig, nicht nur über die neueste Version zu verfügen. [Man muss] auch in der Lage zu sein, die vorgenommenen Änderungen zu überprüfen um festzustellen, wer sie vorgenommen hat.“

Spitzenreiter IBM

Indes ist ein regelrechter Wettlauf um Blockchain-Patente entbrannt. Wie BTC-ECHO berichte, hat das Tech-Unternehmen IBM aus den USA mit 90 Patenten die Nase vorn.

Wer sich mit der Idee des blockchainbasierten Dokumenten-Audits näher auseinandersetzen möchte, gelangt hier zum Patentantrag.

BTC-ECHO

 

Source: BTC-ECHO

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