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Neujahresvorsätze: Das kann man bereits mit 1.000 Euro anfangen!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Die aktuelle Jahresendperiode wird wieder für viele Dinge genutzt. Ob in Form von Jahresrückblicken oder auch Prognosen auf die kommenden Jahre und Jahrzehnte. Es wird definitiv medial nicht langweilig in dieser spannenden, wenngleich etwas ruhigeren Phase.

Die aktuellen Tage sind zudem auch Zeitpunkt vieler guter Neujahrsvorsätze. Einige Dinge wie das Fitnessstudio oder auch insgesamt gesünder leben werden dabei wohl auch im kommenden Jahr schnell gebrochen, allerdings könnten gerade finanzielle Vorsätze vergleichsweise klein anfangen und sich über Jahre und Jahrzehnte aufschaukeln.

Schauen wir im Folgenden beispielsweise, was man bereits mit 1.000 Euro im neuen Jahr anfangen kann. Denn auch hier existieren Mittel und Wege, wie das ein erster Schritt in eine finanziell bessere Zukunft werden kann.

1. ETF

Ein erster Weg, und ich möchte beinahe sagen, ein Foolisher Klassiker sind beispielsweise sogenannte ETFs. Hinter diesen drei Buchstaben verstecken sich nicht nur die Wörtchen Exchange Traded Funds, was übersetzt so viel wie börsengehandelte (passive) Fonds handelt. Sondern zugleich auch ein echtes renditetechnisches Kraftpaket. Zumindest langfristig.

Mithilfe solcher Passivfonds, die in der Regel einen ganzen Index, eine Region oder auch einen Markt abdecken, sind Investoren schließlich bereits diversifiziert unterwegs und können ohne vergleichsweise große Einzelrisiken langfristig Renditen einfahren. Wobei marktübliche Risiken und Korrekturen hierbei natürlich dennoch möglich sind.

Zudem sind solche ETFs in der Regel vergleichsweise günstig. Für teilweise 0,x oder in einigen Fällen auch 0,0x % werden solche Fonds gehandelt, was sie zugleich zu einer günstigen, einfachen Angelegenheit werden lässt. Langfristig, das heißt über Jahre und Jahrzehnte hinweg, winken zudem Renditen im höheren einstelligen Prozentbereich, wodurch bereits die Summe von 1.000 Euro zu einem Vermögen führen kann. Die passiven Alleskönner sind daher definitiv eine interessante Option. Vor allem, wenn man zunächst 1.000 Euro investieren möchte.

2. Beteiligungsgesellschaften

Ein zweiter Weg, um 1.000 Euro renditestark anzulegen, können sogenannte Beteiligungsgesellschaften sein. Hinter vielen teilweise auch recht bekannten Namen verbergen sich dabei spannende Unternehmen, die selbst in Aktien oder andere Beteiligungen investieren. Das minimiert auch hier das Einzelrisiko und lässt einen als Investor an einem breiteren Portfolio partizipieren.

Beteiligungsgesellschaften sind dabei in vielen Fällen sehr renditeträchtig und haben teilweise sogar ihre jeweiligen Vergleichsmärkte hinter sich gelassen. Nichtsdestoweniger trifft das natürlich nicht auf jeden Namen zu und etwas mehr Gespür fürs Detail ist an dieser Stelle gewiss ratsam.

Mithilfe von 1.000 Euro können sich hier langfristig jedoch spannende Möglichkeiten ergeben, zumal auch einige dieser Beteiligungsgesellschaften von legendären Investoren wie beispielsweise Warren Buffett gelenkt und geleitet werden. Auch das kann den eigenen Vermögensaufbau signifikant anschieben.

3. REITs

Zu guter Letzt könnte außerdem noch Betongold eine Option sein. Da direkte Investitionen in Immobilien allerdings mit deutlich größerem finanziellen Aufwand verbunden sind als 1.000 Euro, müssen auch hier andere, bessere und möglichst auch diversifiziertere Wege gefunden werden.

Ein solcher Weg sind beispielsweise REITs. Hinter diesem Namen verbergen sich wiederum die Wörtchen Real Estate Investment Trust und dabei handelt es sich um börsengehandelte Immobiliengesellschaften beziehungsweise Fonds, bei denen insbesondere Dividendenjäger von hohen Ausschüttungen profitieren können.

REITs bieten dabei ebenfalls in vielen Fällen einen diversifizierten Zugang zu mehreren Immobilien, was die Einzelrisiken deutlich minimiert. Außerdem ist auch dieser Weg vergleichsweise aufwandsarm, insbesondere im Vergleich zu einer Direktinvestition in Immobilien.

Nichtsdestoweniger sollten Investoren hier darauf achten, in welche Immobilien der jeweilige REIT investiert, denn nicht überall winken langfristig stabile und sichere Mieterlöse und Dividenden. Etwas mehr Auswahl sollte trotz der Diversifikationsmöglichkeiten durchaus sein.

Ein vielversprechender Anfang!

Solltest du dir daher für das kommende Jahr vorgenommen haben zu investieren, können 1.000 Euro ein hervorragender Start sein. ETFs, Beteiligungsgesellschaften und auch REITs können dabei ein erster, spannender Anknüpfungspunkt sein. Jetzt liegt es an dir, deinen Weg zu finden.

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