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Neues vor Jahreswechsel: Das ändert sich für Verbraucher ab 1. Dezember

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Langsam aber sicher neigt sich das alte Jahr dem Ende zu. Nicht nur mit dem Jahreswechsel tritt so manches neue Gesetz in Kraft. Auch mit jedem neuen Monat kann sich einiges ändern. Das gilt vor allem für den letzten der 12 Monate. Wir erklären, welche Neuerungen auf Verbraucher im Dezember zukommen.

Der Umwelt zu Liebe: Bahnfahren soll günstiger werden. (Bild: Getty Images)

Günstiger und bequemer Bahnfahren

Von der Deutschen Bahn kommen dieses Jahr einige positive Signale. Ausnahmsweise auch hinsichtlich der Kosten für die Verbraucher. Der Dezember ist für den Konzern normalerweise der Stichmonat, an dem er für gewöhnlich die Fahrpreise anhebt. Nicht dieses Jahr. Gekoppelt mit dem Mitte November vom Bundestag beschlossenen Klimapaket, will die Bahn die Preise ab Januar senken. Möglich wird das durch die beschlossene Reform der Mehrwertsteuer, die bei Bahntickets von 19 auf sieben Prozent fällt. Die Bahn will die Senkung "1:1" auf ihre Kunden weitergeben, wie sie erklärt.

Ab 15. Dezember will die Bahn immer häufiger ihr neues Flaggschiff ICE 4 einsetzen. Die neue Generation des Intercity-Express verfügt über eine "höhere Sitzkapazität und die Möglichkeit zur Fahrradmitnahme", wie es vom Betreiber heißt. Im kommenden Jahr sollen bereits mehr als 300 ICE-Züge unterwegs sein. Bislang bewegen sich die Fahrzeuge zwischen Berlin und München, Hamburg und Stuttgart. Ab Dezember wird es eine ICE-Verbindung zwischen Hamburg und Chur über Frankfurt/Main, Karlsruhe, Basel und Zürich geben. Ab Juni 2020 kommt die Strecke Berlin–Frankfurt/Main–Karlsruhe–Basel–Bern–Interlaken hinzu.

Autofahren in Österreich

Während Bahnfahren günstiger werden soll, müssen Autofahrer sich auf Kostensteigerungen einstellen. Das gilt auch für Fahrer, die Österreich als Ziel anvisieren. Im Dezember steigen die Vignetten-Preise. Für eine Pkw-Jahresvignette werden dann 91,10 Euro fällig sein, was einer Steigerung um 2,1 Prozent entspricht. Motorradfahrer zahlen künftig 36,20 Euro für die Jahresvignette. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für deutsche Fahrer: Fünf Autobahnabschnitte nahe Deutschland sollen von der Maut befreit werden, darunter die Westautobahn A1 zwischen Walserberg und Salzburg Nord sowie die Strecke zwischen Kiefersfelden bis Kufstein-Süd auf der Inntalautobahn. Mit der Maßnahme soll erreicht werden, dass die Fahrer auf der Autobahn bleiben, statt auf Landstraßen auszuweichen.

WhatsApp will den Massenversand von Nachrichten unterbinden. (Bild: ddp/abaca press)

Kein Massenversand bei WhatsApp

Auch in der Online-Welt kommen auf die Verbraucher einige Neuerungen zu. WhatsApp zum Beispiel hat es unter anderem auf die Newsletter-Funktion abgesehen. Vor allem Unternehmen nutzen gerne das so genannte Broadcast-Feature des Kurznachrichtendienstes zur Abwicklung von Massenmails an ihre Kunden. Die Funktion ist aber auch Umschlagplatz für Fake News und Spam. Beide Phänomene will WhatsApp bekämpfen. Ab 7. Dezember ist der Massenversand von Nachrichten daher verboten. "WhatsApp ist eine private Messaging-Plattform, die ursprünglich entwickelt wurde, um Menschen zu helfen, ihre Freunde und Lieben zu benachrichtigen", ist in der FAQ des Messengers zu lesen. "Unsere Produkte sind nicht für Massenversand oder automatisierte Nachrichten bestimmt, die beide schon immer einen Verstoß gegen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen darstellten." Wer gegen die neue Regel verstößt, muss mit einer Klage rechnen.