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Neues FX-Modell bringt SocGen-Quants auf Leerverkaufs-Kandidaten

Susanne Barton

(Bloomberg) -- Der Schweizer Franken hat in diesem Jahr bislang knapp 3% zum Euro aufgewertet. Neue quantitative Analysemodelle der Société Générale SA mahnen jedoch zur Vorsicht: Sie lassen für die eidgenössische Währung einen Kurseinbruch ins nächste Jahr hinein erwarten. Und machen sie zum Kandidaten für Leerverkäufe.

In ihrer Analyse konzentriere sich die Bank auf Modelle zu Preis-Umkehrungen auf wichtige Niveaus, die Bewertung gegenüber anderen Währungen und die Neigung der Renditekurven, erklärte Olivier Daviaud, Stratege im Quant-ResearchTeam von SocGen. In Simulationen zur Devisenmarkt-Entwicklung der vergangenen zehn Jahre erzielten die Modelle in sieben Jahren positive Ergebnisse.

Per 12. November lieferten die quantitativen Modelle für den Franken nun zwei Signale in Richtung eines drohenden Wertverlustes und ein neutrales Signal. Das Modell der Mittelwert-Rückkehr signalisiert die Gefahr eines Ausverkaufs. Es analysiert die Kursentwicklung über eine Spanne von sechs Jahren und postuliert eine letztliche Rückkehr zum Mittelwert.

Franken-Signale

Das Modell fairer Kurse legte eine hohe Bewertung der Währung nahe. Dies steht im Einklang mit einer OECD-Messgröße der Kaufkraftparität, derzufolge der Franken unter den G10-Währungen gegenüber dem Dollar am stärksten überbewertet ist. Ein neutrales Signal lieferte indessen das Renditekurvenmodell. Es unterstellt, dass eine Währung bei einer steileren Renditekurve in den folgenden sechs Monaten aufwerten wird.

Positionsdaten der amerikanischen Commodity Futures Trading Commission zeigen, dass spekulative Investoren und Hedgefonds seit Mitte September bezüglich des Frankens pessimistischer geworden sind. Die größten Short-Position unter den G10-Währungen gibt es allerdings nicht bei der Währung der Schweiz, sondern beim Euro.

Seit Jahresanfang hat Franken zum Euro 2,9% zugelegt, da Anleger mit Blick auf Spannungen im Welthandel und die sich eintrübende Konjunktur die Sicherheit der Eidgenossenschaft suchten. Zum Dollar liegt der Franken auf Sicht dieses Jahres unterdessen 0,7% im Minus.

Mit ihren quantitativen Modellen wendet SocGen seit September Value-Investing-Prinzipien auf Währungen an. Das stärkste Ergebnis hätte die SocGen-Anlagestrategie gemäß den bis 2002 zurückgehenden Simulationen im Finanzkrisen-Jahr 2009 eingefahren, hier hätte das Plus bis zu 25% betragen. Das Ergebnis des laufenden Jahres war indessen bislang nicht herausragend, es steuert auf einen Verlust von 1,4% zu, den größten seit 2010.

“Gelegentlich können diese Modelle auf dem falschen Fuß erwischt werden, durch unvorhergesehene externe Faktoren”, sagte SocGen-Stratege Daviaud. “Systemstrategien beruhen allerdings auf der Annahme, dass sich solche Störungen mit der Zeit gegeneinander aufwiegen und ermöglichen, dass sich mit anhaltenden Kurs-Ineffizienzen positive Erträge erwirtschaften lassen.”

Überschrift des Artikels im Original:SocGen Quants Say This Is the Currency to Short Going Into 2020

--Mit Hilfe von John Ainger.

Kontakt Reporter: Susanne Barton in New York swalker33@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Ben Purvis bpurvis@bloomberg.net, Greg Chang, Anil Varma

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