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Neuer Wirtschaftsweiser gegen weiteren Schuldenerlass für Griechen

Frankfurt/Main (dapd). Der designierte Wirtschaftsweise Volker Wieland sieht keine ausreichenden Reformbemühungen in Griechenland und lehnt daher einen weiteren Schuldenerlass für das Krisenland ab. "Ein breiter politischer Konsens für eine konsequente Konsolidierungs- und Reformpolitik fehlt in Griechenland, und die Regierungsmehrheit ist äußerst knapp," sagte Wieland der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe). Im Vergleich zu anderen Krisenländern liege Griechenland weit zurück. "Ein Schuldenschnitt allein hilft wenig, wenn nicht konsequent reformiert und dauerhaft konsolidiert wird", erklärte Wieland.

Entscheidend für die notwendigen Reformen sei der politische Konsens. "In Irland und Portugal besteht er", sagte Wieland. Beide Länder und ebenso Spanien hätten sowohl Sparprogramme als auch wachstumsfördernde Reformen auf den Weg gebracht. Wenn eine Regierung zu scharfes Sparen vermeiden wolle, sollte sie mehr Bereitschaft zu Reformen zeigen. "Wer Reformen vorzieht, kann die Sparbemühungen etwas strecken", erklärte Wieland.

Der Frankfurter Wirtschaftsprofessor soll im Frühjahr 2013 als einer der Fünf Weisen in den Sachverständigenrat der Bundesregierung aufgenommen werden.

dapd

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