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Neuer Knorr-Bremse-Chef kommt von Siemens

·Lesedauer: 2 Min.

Jan Michael Mrosik wird neuer Chef von Knorr-Bremse – der dritte innerhalb kurzer Zeit. Der Siemens-Manager tritt den Posten zum 1. Januar an.

Zwei Monate nach dem Abgang von Knorr-Bremse-Chef Bernd Eulitz hat das Unternehmen einen Nachfolger bestimmt: Der Siemens-Manager Jan Michael Mrosik wird zum 1. Januar 2021 neuer Chef des Lkw- und Bahn-Zulieferers. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

Der 56-jährige Mrosik war zuletzt Chief Operating Officer der Sparte Digital Industries bei Siemens. Er kam aus der Energieverteilung, hatte sich aber schnell in das Industriegeschäft eingearbeitet. Unter seiner Führung entwickelte sich die Vorzeigesparte Digitale Fabrik gut.

Der Diplom-Ingenieur gilt bei Siemens als durchsetzungsstark, im Führungsstil aber manchen als recht forsch. Mrosik wurde als möglicher Nachfolger des Siemens-Industrievorstands Klaus Helmrich gehandelt, der im nächsten Jahr in den Ruhestand geht. Da aber Cedrik Neike zum Nachfolger Helmrichs ernannt wurde, kommt sein Abschied bei Siemens nicht ganz überraschend.

Zumal Mrosik nun einen CEO-Posten übernimmt. Der Manager verfüge über „eine umfassende Kompetenz in der Führung komplexer Unternehmenseinheiten“, sagte Knorr-Bremse-Aufsichtsratchef Klaus Mangold.

Dritter CEO innerhalb kurzer Zeit

Die neue Aufgabe für Mrosik ist durchaus herausfordernd. Denn er wird der dritte Chef von Knorr-Bremse binnen weniger als anderthalb Jahren. Seine Vorgänger Bernd Eulitz und Klaus Deller waren im Zwist mit dem Firmenpatriarchen und Mehrheitsaktionär Heinz Hermann Thiele vorzeitig gegangen. Mrosik bekommt zum Start einen Drei-Jahres-Vertrag.

Er freue sich sehr auf die neuen Aufgaben bei Knorr-Bremse, sagte der 56-Jährige: „Es ist ein großartiges Unternehmen mit einem hohen strategischen Potenzial, sowohl bei Schienen- als auch bei Nutzfahrzeugen. Wir haben dort beste Voraussetzungen, unsere Marktposition weltweit auszubauen. Mit meinem Erfahrungshintergrund werde ich dabei insbesondere die Digitalisierung vorantreiben.“

Der Knorr-Bremse-Aufsichtsrat verlängerte am Mittwoch auch den Vertrag des für das Bahngeschäft zuständigen Vorstands Jürgen Wilder um fünf Jahre. An der Spitze der Nutzfahrzeugsparte steht weiterhin Peter Laier. Im August hatte Thiele den Daimler-Manager Frank Markus Weber als neuen Finanzvorstand an Bord geholt.

Der Weltmarktführer für Lkw- und Zugbremsen hat wie die gesamte Branche im ersten Halbjahr unter den Folgen der Corona-Pandemie gelitten. In den vergangenen Wochen spürte das Unternehmen aber eine deutliche Erholung. Entsprechend ist auch der Aktienkurs seit dem Frühjahrstief von 76 Euro wieder auf zuletzt rund 104 Euro gestiegen.