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Inflation, die durch die Decke geht: Deutsche Bank warnt

(Bloomberg) -- Mit der Drosselung der russischen Gaslieferungen stehen die europäischen Volkswirtschaften einem neuen Schock gegenüber, wie Analysten der Deutschen Bank ausführen. Sie verweisen nicht nur auf eine umgehend drohende Rezession in Deutschland, sondern auch auf die diesbezügliche Gefahr einer noch weiter ausufernden Teuerung.

“Sollten die russischen Erdgaslieferungen nach Abschluss der Wartungsarbeiten von Nord Stream 1 (ab dem 11. Juli für 10 Tage) nochmals deutlich sinken oder schlimmstenfalls sogar versiegen, würde Deutschland unweigerlich in eine tiefe Rezession stürzen”, so die Volkswirte der Bank. In einem solchen “Schock-Szenario” dürfte das reale BIP bereits im Jahresdurchschnitt 2022 sinken. “Ebenso dürfte die Verbraucherpreisinflation regelrecht durch die Decke gehen.”

Die Inflation in der Eurozone ist im Juni auf einen neuen Rekordwert von 8,6% gestiegen, nach 8,1% im Mai. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 8,5% gerechnet.

Die Bank verwies bezüglich der Gaspreise auf die jüngste Warnung des Chefs der Bundesnetzagentur, die Gasrechnungen der Haushalte könnten sich schon „verdoppeln bis verdreifachen“.

Sollte die Bundesnetzagentur eine erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimporte feststellen müssen und die Preisanpassungsklausel im Energiesicherungsgesetz aktivieren, könnten die Versorger die Teuerung beim Energieeinkauf umgehend weitergeben. “In einem solchen Fall könnte die Inflationsrate schon in den kommenden Monaten über die 10%-Marke klettern”, so die Deutsche Bank.

Mit anhaltenden Engpässe bei der Gasversorgung und Energierationierungen bestehe auch deutliches Abwärtspotenzial beim Euro-Wechselkurs zum Dollar, so die Analysten der Deutschen Bank.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte die Risiken in Verbindung mit der Gaskrise mit den Verwerfungen verglichen, die 2008 durch den Zusammenbruch von Lehman Brothers ausgelöst wurden.

Überschrift des Artikels im Original:

Germany Risks ‘Imminent’ Recession on Gas Cutoff: Deutsche Bank

(Neu: Juni-Inflation in der Eurozone im 3. Absatz)

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©2022 Bloomberg L.P.

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