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Bei der neuen Schnellstrecke zwischen München und Berlin bricht die Bahn ein Tabu

Christoph Damm
ICE 4 Deutsche Bahn DB113066

Steigende Preise, neuer Fahrplan — jedes Jahr im Dezember blicken viele Bahnfahrer skeptisch auf die anstehenden Änderungen. Müssen sie künftig mehr Geld für ihre Fahrten ausgeben und ändert sich vielleicht die Abfahrtzeit des Stammzuges? Die Bahn hat nun die Details für ihre Verbindungen ab den 10 Dezember bekanntgegeben.

Insgesamt sind die Änderungen durchaus moderat: Die Tickets zum vollen Preis — in der Bahnsprache auch Flexpreis genannt — steigen in der zweiten Klasse durchschnittlich um 1,9 Prozent. Damit liegt die Erhöhung fast punktgenau auf der aktuellen Inflationsrate in Deutschland (1,8 Prozent). Fahrgäste in der ersten Klasse trifft die Preisanhebung etwas stärker, hier steigen die Flexpreise im Schnitt um 2,9 Prozent.

Kürzere Fahrzeit, höherer Preis

Und doch gibt es eine Strecke, deren Preisgestaltung für Diskussionen sorgt. Gemeint ist die Verbindung von München nach Berlin. Denn die Logik hinter den Bahnpreisen scheint eigentlich klar: Je weiter die Fahrt und je länger sie dauert, desto höher ist der Preis. 

Doch genau dabei bricht die Bahn jetzt ein Tabu: Denn während sich die Fahrtzeit von sechs auf viereinhalb Stunden um 25 Prozent reduziert, steigt der Preis um fast 14 Prozent — oder 18 Euro — auf 150 Euro. Mit dem neuen Sprinter schaffen Reisende die Strecke sogar in nur vier Stunden.

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