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Neue Studie zeigt: Rotwein kann Corona-Risiko verringern, aber Bier nicht

·Lesedauer: 3 Min.

Ob grüner Tee, Cannabis oder Vitamin D: Rund und um den Globus preisen vermeintliche Experten allerlei Wundermittel an, die vor einer Corona-Infektion schützen sollen. Diese sind häufig nicht nur skurril, sondern auch wissenschaftlich fragwürdig. Auch mit der Verbreitung der Corona-Impfstoffe hat das Interesse und die Forschung an versprechenden Präventionsmaßnahmen nicht abgenommen. Eine neue Studie dürfte nun besonders Weinliebhabern einen triftigen Grund zum Anstoßen geben.

Denn Wein schmeckt nicht nur vielen, sondern hat auch durchaus seine Vorteile: So sollen fünf Gläser Rotwein pro Woche vor einer Infektion schützen. Was im ersten Moment mehr nach Wunschdenken als nach Wissenschaft klingt, hat vor Kurzem ein umfassender Bericht von chinesischen und britischen Forschern ergeben, der im Fachblatt „Frontiers in Nutrition“ veröffentlicht wurde. Das Forschungsteam untersuchte knapp 474.000 Probanden aus einer britischen Datenbank mit einem Durchschnittsalter von 69 Jahren. Unter ihnen waren rund 16.500 mit dem Coronavirus infiziert. Sie teilten die Probanden in Nichttrinker, frühere Trinker und aktuelle Trinker auf. Wer mehr als dreimal pro Woche das Glas hob, galt als häufiger Konsument.

Der Studie zufolge haben Menschen, die entsprechend viel Rotwein konsumierten, ein um 17 Prozentpunkte geringeres Risiko, sich mit Covid-19 zu infizieren. Und auch diejenigen, die Weißwein oder Champagner bevorzugen, dürfen sich freuen: Wer davon zwischen einem und vier Gläsern pro Woche konsumiere, habe im Vergleich zu Nichttrinkern ein um acht Prozentpunkte geringeres Risiko, sich anzustecken.

Wein ist fein, Bier lass sein

Für diejenigen, die lieber zum kühlen Blonden greifen, sind die Ergebnisse allerdings alles andere als erfreulich. Denn die Studie zeigt, dass Biertrinker im Vergleich zu Nichttrinkern ein um sieben bis 28 Prozentpunkte erhöhtes Risiko haben, sich mit Corona zu infizieren – unabhängig davon, wie viel sie konsumieren. Das gleiche gilt für Menschen, die Hochprozentiges vorziehen.

Doch was hat es auf sich mit der Schutzwirkung vom vergorenen Traubensaft? Den Forschenden zufolge weisen Weingetränke hohe Konzentrationen von Polyphenolen auf. Diese sollen den Blutdruck senken und entzündungshemmend wirken. Aus der soziologischen Perspektive sind Wein- und Champagnertrinker tendenziell auch wohlhabender als Biertrinker. Das bedeutet, sie haben seltener mit strapaziösen Lebensumständen zu kämpfen und können sich so langfristig besser vor einer Infektion schützen.

Nicht für alle Altersgruppen

Dennoch warnt das Forschungsteam, dass die Ergebnisse sich nur auf eine begrenzte Altersspanne beziehen und nicht repräsentativ für die jüngere Bevölkerung seien. Auch andere Länder und Kulturen sind in der Studie nicht berücksichtigt. Hier brauche es noch weitere Nachforschungen.

Selbstverständlich geht es auch nicht ums exzessive Konsumieren von Rot- oder Weißwein, sondern lediglich um ein paar Gläser pro Woche kombiniert mit einem ausgewogenen und gesunden Lebensstil. Denn: Alkohol ist ein Gift und kann süchtig machen. Wer zu tief ins Glas schaut, wird das außerdem am nächsten Tag mit einem Kater büßen.

Aber wer gerne ein Glas Wein oder Champagner zum Abendessen genießt, kann dies laut den Studienergebnissen guten Gewissens tun – solange sich der Konsum im gesunden Rahmen bewegt. Für einen wissenschaftlich erwiesenen zuverlässigen Schutz gegen Covid-19 ist aber nach wie vor die Corona-Impfung sowie die Einhaltung der Schutzmaßnahmen unabdingbar.

LH

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