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Neue Mogelpackungen des Monats

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 4 Min.

Schlechte Nachrichten für Schoko-Fans: Nestlé hat sein Süßwarensortiment geschrumpft. Sechs Produkte sind nun bis zu 25 Prozent teurer. Dafür vergibt die Verbraucherzentrale Hamburg den unrühmlichen Titel "Mogelpackung des Monats Mai".

(Bild: Getty Images)
(Bild: Getty Images)

Naschen wird teurer – zumindest für all diejenigen, die gern zu Süßigkeiten von Nestlé greifen. Der Hersteller hat nicht nur die Füllmengen für ein Produkt reduziert, sondern gleich zu einem Rundumschlag ausgeholt.

Für die Verbraucherzentrale Hamburg, die seit mehr als 15 Jahren eine Mogelpackungsliste führt und regelmäßig auf versteckte Preiserhöhungen hinweist, ist das ein absolutes Novum: "Das hatten wir noch nie … Unsere Mogelpackung des Monats ist nicht nur ein Produkt, sondern das 'halbe' Süßwarensortiment von Nestlé."

Preiserhöhungen zwischen 12 und 25 Prozent

Sechs Produkte der Marken Kitkat, Smarties und Lion sind von versteckten Preiserhöhungen durch reduzierte Füllmengen betroffen. Den größten Preisanstieg hat Kitkat zu verzeichnen. In dem Sammelpack stecken nun noch vier statt zuvor fünf Riegel. "Im Handel kostet die Packung trotzdem meist weiterhin 1,99 Euro. Dadurch werden die Schokoriegel um 25 Prozent teurer“, so die Verbraucherzentrale Hamburg.

(Bild: Verbraucherzentrale Hamburg)
(Bild: Verbraucherzentrale Hamburg)

Der Inhalt von Kitkat Minis wurde ebenfalls reduziert. Im neuen Beutel sind nur noch 13 Packungen (217 Gramm) statt 15 Packungen (250 Gramm) für 2,99 Euro zu finden. Das entspricht einem Preisanstieg von rund 15 Prozent. Prinzipiell gelte aber, dass die Verkaufspreise nach Kartellrecht nur von den Händlern, nicht von den Herstellern festgelegt werden.

Jeweils Sammelpacks und Minis betroffen

Auch bei den Marken Lion und Smarties sind sowohl die Sammelpacks als auch die Beutel mit den Minis betroffen. Die Füllmenge des Lion-Sammelpacks wurde von sechs auf fünf reduziert. Bei gleichem Preis von 1,99 Euro zahlen Kunden nun rund 20 Prozent mehr für die Schokoriegel. Die Minis von Lion enthalten nun nur noch 234 Gramm statt 270 Gramm – das macht bei gleichem Preis von 2,99 Euro eine versteckte Preiserhöhung von 15,4 Prozent.

Bei den Smarties bleibt es bei vier Papprollen pro Sammelpack. Allerdings wurde deren Inhalt von 38 Gramm auf 34 Gramm reduziert, wodurch die Schokolinsen nun knapp 12 Prozent teurer sind. Bei den Minis fällt die Preiserhöhung mit über 15 Prozent größer aus. In der Packung stecken bei gleichem Preis von 2,99 Euro nur noch 187 Gramm statt 216 Gramm.

Auf der Facebook-Seite der Verbraucherzentrale Hamburg diskutieren Nutzer über die Preisanstiege bei Nestlé:

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Stellungnahme von Nestlé

Auf Anfrage der Verbraucherschützer begründete der Lebensmittelkonzern die Preisanstiege mit höheren Produktionskosten: " (…) Mit dieser Anpassung reagieren wir auf gestiegene Kosten in den letzten Jahren. Beispielsweise investieren wir in unsere Produktionsanlagen – etwa um die Waffelqualität bei KitKat weiter zu erhöhen. Außerdem haben wir auch kontinuierlich Kosten durch Initiativen und Kooperationen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit, beispielsweise im Kakaoanbau (…)"

Verbraucherzentrale kritisiert angeblich nachhaltige Verpackungslösungen

Bei den Smarties begründet Nestlé den Preisanstieg zusätzlich mit der Umstellung auf umweltfreundlichere Verpackungen. Die Minis der Schokolinsen stecken nun in einem Papierbeutel. Klingt erst einmal gut, ist es aber am Ende dann doch nicht, meint die Verbraucherzentrale: "13 kleine Einzelpackungen in einer großen Umverpackung. Die besteht zwar nicht mehr aus Plastik, dafür aus schwererem, beschichtetem Papier. Die Beschichtung macht die 'tolle' Papiertüte dann doch nicht so gut recycelbar. Ganz 'vergessen' hat Nestlé natürlich, dass durch die geringere Füllmenge im Beutel nun mehr Verpackungsmaterial verbraucht wird. Um die gleiche Menge Smarties zu verkaufen, sind 15 Prozent mehr Verpackungsmaterial notwendig."

Die vollständige Stellungnahme von Nestlé finden Sie hier.

Nestlé hebt regelmäßig die Preise für Süßwaren an

Neu sei die Weniger-drin-Preis-gleich-Masche im Hause Nestlé nicht. Die Verbraucherzentrale beobachtet die Preisanstiege für die Süßwaren des Konzerns seit Jahren genau. "Von 2014 bis 2021 stiegen die Preise im Durchschnitt um knapp 10 Prozent – die Smarties Minis dagegen um rund 62 Prozent und der Lion Sammelpack um 50 Prozent. Das ist deftig!"

(Bild/Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)
(Bild/Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Helfen Sie mit!

Mogelpackungen und versteckte Preiserhöhungen sind leider keine Seltenheit. Beim Einkaufen bleibt oft nicht die Zeit, jedes Mal das Kleingedruckte auf den Verpackungen zu lesen. Deshalb hat es sich die Verbraucherzentrale Hamburg zur Aufgabe gemacht, immer wieder auf Mogelpackungen hinzuweisen.

Wenn Ihnen auch Mogelpackungen auffallen, freut sich die Verbraucherzentrale Hamburg über eine kurze Meldung per E-Mail an ernaehrung@vzhh.de oder über das Kontaktformularauf ihrer Internetseite.

Weitere Informationen zu aktuellen Mogelpackungen finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg und auf der Facebook-Seite der Verbraucherschützer.

VIDEO: Mogelpackungen des Jahres - Diese Produkte sind betroffen

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