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Neue Kontaktbeschränkungen geplant: Geimpfte und Genesene sollen sich nur noch mit höchstens zehn oder 20 Personen treffen dürfen

·Lesedauer: 3 Min.
Bundeskanzler Olaf Scholz auf dem Weg ins Büro im Kanzleramt
Bundeskanzler Olaf Scholz auf dem Weg ins Büro im Kanzleramt

Die Prognosen sind ernüchternd: Spätestens im Februar werden alle Deutschen auf die ein oder andere Weise mit der Omikron-Variante des Coronavirus in Berührung gekommen sein, rechnet die Bundesregierung. Bislang gehen Wissenschaftler zwar davon aus, dass die Verläufe milder sein können als bei der Delta-Variante. Doch weil die Variante deutlich ansteckender ist, fürchten Experten, dass die Bevölkerung zu einem großen Teil zeitgleich erkrankt. Das habe, so das 19-köpfige Wissenschafts-Beratergremium von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), womöglich auch erhebliche Folgen für die kritische Infrastruktur in Deutschland. Die klare Warnung: "Die kürzlich identifizierte Omikron-Variante bringt eine neue Dimension in das Pandemiegeschehen."

Am Dienstagnachmittag kommen die Ministerpräsidenten darum mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) abermals zu einer eilig einberufenen Ministerpräsidentenkonferenz zusammen. Kurz vor Weihnachten sollen nochmals schärfere Anti-Omikron-Regeln beschlossen werden. Über Details beraten bereits Montagmittag ab 12.30 Uhr die Chefs der Staatskanzleien, gießen alles in einen Beschlussentwurf, der dann am Dienstag von den Bund-Länder-Spitzen erneut beraten und dann verabschiedet werden soll.

Nach Informationen von Business Insider ist schon jetzt klar: Auch für Geimpfte und Genesene wird es mehr Einschränkungen geben. So sind neue Kontaktbeschränkungen im Gespräch, wonach sich Erwachsene im Kreise ihrer Familie oder höchstens noch mit bis zu 10 oder 20 Personen treffen dürfen. Laut eines Beschlussentwurfs von Montag vor der Staatskanzlei-Chef-Runde ist von zehn Personen die Rede, wobei dies auch für den Außenbereich gelten soll. Kinder bis 14 Jahre werden nicht dazu gezählt. Sollte an dem Treffen eine ungeimpfte Person teilnehmen, gelten die Regeln für Ungeimpfte: Dann darf man sich nur mit dem eigenen Haushalt und maximal zwei Personen treffen.

Die Regeln sollen dem Vernehmen nach nach Weihnachten greifen, vermutlich ab 28. Dezember. Zudem im Gespräch sind Schließungen von Bars und Clubs, sowie eine deutliche Reduzierung der Teilnehmer-Obergrenzen für Veranstaltungen (Innenräume: 20 bis 25 Teilnehmer anstatt 50, Außen: 100 Teilnehmer statt 200). Damit stünde fest: Silvesterpartys dürften in diesem Jahr selbst im Privaten damit weitgehend flach fallen.

Zusätzlich diskutiert wird laut Regierungskreisen auch eine Ausweitung der FFP2-Maskenpficht, etwa für den Einzelhandel. Zugleich soll die Booster-Kampagne deutlich ausgeweitet werden. Dafür hat Biontech zugesagt, im ersten Quartal nochmals 20 Millionen Dosen zusätzlich zu liefern.

Omikron-Variante mit Folgen für kritische Infrastruktur

Ob die Regeln reichen, ist jedoch unklar. Doch bliebe es bei der jetzigen Ausbreitungsgeschwindigkeit der Omikron-Variante, würde sich innerhalb kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung zeitgleich infizieren, heißt es in der dreiseitigen Stellungnahme der Scholz-Berater (Hier als Download). „Dadurch wäre das Gesundheitssystem und die gesamte kritische Infrastruktur unseres Landes extrem belastet“, heißt es im Papier weiter. Hierzu gehören unter anderem Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation, Strom- und Wasserversorgung und die entsprechende Logistik.

„Weitere Kollateraleffekte sind insbesondere in der berufstätigen Bevölkerung zu erwarten, u.a. durch die dann notwendige Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Menschen. Eine massive Ausweitung der Boosterkampagne kann die Dynamik verlangsamen und damit das Ausmaß mindern, aber nicht verhindern", heißt es im Papier weiter. Dass nun auch verschärfte Regeln für Geimpfte kommen könnten, hat ebenfalls mit der Omikron-Variante zu tun: „Sie infiziert in kürzester Zeit deutlich mehr Menschen und bezieht auch Genesene und Geimpfte stärker in das Infektionsgeschehen ein“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Auch die Scholz-Berater raten zu Kontaktbeschränkungen, präzisieren diese aber nicht in ihrem Papier.

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