Deutsche Märkte öffnen in 6 Stunden 27 Minuten
  • Nikkei 225

    26.184,13
    +248,51 (+0,96%)
     
  • Dow Jones 30

    31.097,26
    +321,86 (+1,05%)
     
  • BTC-EUR

    18.463,85
    -72,55 (-0,39%)
     
  • CMC Crypto 200

    417,68
    -2,46 (-0,59%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.127,84
    +99,14 (+0,90%)
     
  • S&P 500

    3.825,33
    +39,95 (+1,06%)
     

Neue Finanzierungsrunde könnte Klarnas Marktwert um ein Drittel einbrechen sehen

CEO Sebastian Siemiatkowski gründete das Startup 2005 gemeinsam mit zwei Freunden.
CEO Sebastian Siemiatkowski gründete das Startup 2005 gemeinsam mit zwei Freunden.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Klarna will laut eines Medienberichts neue Mittel in Höhe von einer Milliarde US-Dollar aufbringen. In der neuen Finanzierungsrunde könnte das schwedische Fintech jedoch mit fast einem Drittel weniger bewertet werden als noch vor knapp einem Jahr. Damals wurde der Finanzdienstleister auf rund 46 Milliarden Dollar geschätzt, jetzt sind es wohl nur noch 30 Milliarden Dollar. Der Fall spiegelt das zunehmend harsche Umfeld im Technologiesektor wider, der von Börsenturbulenzen, Regulierungsmaßnahmen, der hohen Inflation, der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine beeinträchtigt wird.

Klarna spezialisiert sich auf „Jetzt kaufen – später bezahlen“-Services und ist heute in 20 Märkten weltweit tätig, obwohl sich seine Betriebsverluste im Jahr 2021 mit 487 Millionen Dollar fast verdoppelt haben. Zu den bisherigen Investoren zählen Softbank, Sequoia Capital und Permira. Die Hoffnungen, die auf der Firma ruhten, waren bisher hoch: Eine Finanzierungsrunde im Jahr 2021 machte Klarna einst zu Europas wertvollstem Startup und erst im Februar berichtete „Bloomberg News“ noch, dass Klarna bei einer neuen Investitionsrunde mit einer Bewertung von 50 bis 60 Milliarden Dollar rechnen könnte. [Mehr bei Wall Street Journal und Bloomberg]

Auf Gründerszene: Die britische Smartphone-Bank Revolut ist rund 30 Milliarden Euro wert, mehr als dreimal so viel wie der deutsche Konkurrent N26. Als eine Herausforderung sieht Revolut-CEO Nikolay Storonsky das deutsche Fintech nicht, wie er unserer Redakteurin Lisa Ksienrzyk im Interview verraten hat. Auch Tech-Konzerne wie Apple würden ihn nicht abschrecken. Was den Fintech-Milliardär stattdessen beschäftigt, lest ihr bei uns. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Facebooks Mutterkonzern Meta gestaltet seinen Messenger-Dienst Whatsapp um. Acht Jahre nach dem Kauf richtet der Konzern eine Schnittstelle für Firmenkunden ein und bietet zudem kostenpflichtige Premiumdienste für Geschäftskunden an. Auf diese Weise sollen Unternehmen besser mit ihren Kunden interagieren können, wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am Donnerstag erklärte. [Mehr bei Handelsblatt und Techcrunch]

Lucid wird seine erste ausländische Fabrik in Saudi-Arabien errichten. Der US-amerikanische Elektrofahrzeughersteller will an der neuen Produktionsstätte 155.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren und zunächst den lokalen Markt bedienen. Später sollen Fahrzeuge dann auch exportiert werden. Die Fabrik von Lucid in Arizona kann zusätzliche 350.000 Einheiten pro Jahr produzieren. Neben dem Engagement mit Lucid will Saudi-Arabien künftig auch noch Batterieunternehmen und Zulieferer im Land ansiedeln und damit 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. [Mehr bei CNBC]

Google muss unter Umständen sein digitales Werbegeschäft aufbrechen: Dies wäre der Fall, sollte ein neuer parteiübergreifender Gesetzentwurf realisiert werden. Ein solcher könnte Unternehmen, die jährlich mehr als 20 Milliarden US-Dollar an digitalen Anzeigentransaktionen umsetzen, verbieten, an mehr als an einem Teil des digitalen Anzeigenprozesses beteiligt zu sein. Werbung ist bisher ein großer Teil des Geschäfts der Muttergesellschaft Alphabet. Im ersten Quartal verzeichnete Alphabet einen Umsatz von 68,01 Milliarden Dollar, von denen 54,66 Milliarden Dollar durch Werbung generiert wurden. [Mehr bei Wall Street Journal]

FTX.US, das in Chicago ansässige Schwesterunternehmen der globalen Kryptobörse FTX, bietet künftig auch Aktienhandel. Das Angebot startet mit einer Gruppe von Nutzern, die Aktien und ETFs handeln dürfen, ohne Provisionen auf Transaktionen bezahlen zu müssen. Mit dem Thema Aktienhandel expandiert FTX.US weiter in traditionelle Finanzdienstleistungen. Der Schritt vertieft zudem den Wettbewerb von FTX.US mit der Handelsplattform Robinhood und das, obwohl Sam Bankman-Fried, CEO und Gründer von FTX und FTX.US, erst vor kurzem einen Anteil von 7,6 Prozent an Robinhood erworben hat. [Mehr bei The Information und Techcrunch]

SpaceX soll einer Flugbegleiterin 250.000 US-Dollar bezahlt haben, nachdem Elon Musk sich angeblich vor ihr entblößt und ihr Sex angeboten haben soll. Mit der Summe sollte sichergestellt werden, dass sie nicht an die Presse gehe oder das Unternehmen verklage. Die Flugbegleiterin soll als Besatzungsmitglied auf einem Firmenflug von SpaceX gearbeitet haben. Musk sagte gegenüber „Business Insider“: „Wenn ich eine Neigung zu sexueller Belästigung hätte, wäre dies wahrscheinlich nicht das erste Mal in meiner insgesamt 30-jährigen Karriere, dass dies ans Licht kommen würde.“ Musks Unternehmen SpaceX und Tesla ist jedoch bereits häufiger eine Kultur der sexuellen Belästigung vorgeworfen worden. [Mehr bei Business Insider und The Verge]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Viel ist passiert, seit Betrugsvorwürfe gegen Influencer Fynn Kliemann öffentlich wurden. Wir haben die wichtigsten Ereignisse für euch zusammengefasst: Die Chronik eines Influencer-Fiaskos. [Mehr bei Gründerszene]

Ihr wollt nichts verpassen? Dann abonniert doch unseren Gründerszene Newsletter! Der erscheint jeden Morgen um 8:30 Uhr und bringt euch alle wichtigen Neuigkeiten direkt ins Postfach.

Einen schönen Freitag!

Eure Gründerszene-Redaktion

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.