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Neue Explosionen in russischen Depots - Macht die Bedrohung Putin nervös?

In der Hauptstadt Kiew und vielen anderen Regionen der Ukraine wird fieberhaft an der Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung gearbeitet. Nach der jüngsten Welle russischer Luftangriffe ist offiziellen Angaben zufolge landesweit rund die Hälfte aller Haushalte von der Energieversorgung abgeschnitten. Mehrere Millionen Menschen harren bei Dauerfrost in ihren dunklen Wohnungen aus oder suchen Unterschlupf in provisorischen Wärmestuben.

Die jüngste russische Luftoffensive war eine Reaktion auf zwei mutmaßliche Drohnenangriffe gegen russische Militärstützpunkte fernab der Grenze zur Ukraine. Zwei neue Explosionen soll es auf militärisch genutztem Gelände am Flughafen der russischen Industriestadt Kursk und in einem leeren Treibstoffdepot im Gebiet Brjansk gegeben haben. Kursk liegt gut 100 Kilometer östlich der Genze zur Ukraine

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US-Regierung gibt sich defensiv

Obwohl die Regierung in Kiew für die Serie von Explosionen nicht die Verantwortung übernahm, wächst im Westen die Sorge vor einem massiven Vergeltungsschlag Russlands. Zumal Moskau im Iran hunderte neue Raketen und Kamikaze-Drohnen bestellt haben soll.

Die US-Regierung betonte, sie habe die Ukraine nicht zu Luftangriffen ermutigt. Ned Price, der Sprecher des US-Außenministeriums, sagte in Washington: "Wir haben der Ukraine keine Waffen geliefert, die sie innerhalb Russlands einsetzen kann, wir haben sehr deutlich gemacht, dass es sich um Mittel zur Verteidigung handelt. Der Präsident hat vor einiger Zeit sehr deutlich gesagt, dass wir die Ukraine nicht in die Lage versetzen werden, jenseits ihrer Grenzen zuzuschlagen."

Plant Putin Vergeltung?

Der Kreml steht in der Kritik, weil Russland offenbar den eigenen Luftraum nicht komplett kontrolliert. Kremlsprecher Dmitri Peskow kündigte nach den ungeklärten Angriffen an, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz von Schlüsselstandorten in Russland zu verstärken. Präsident Wladimir Putin beriet sich deshalb mit dem russischen Sicherheitsrat. Die Ergebnisse der Videokonferenz sind nicht bekannt.

Nach Erkenntnissen des britischen Verteidigungsministeriums bau Russland seine Verteidigungsstellungen in der Grenzregion zur Ukraine teilweise massiv aus.