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Neue Corona-Einschränkungen in Frankreich erwartet

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SAINT-MARTIN-VÉSUBIE (dpa-AFX) - Angesichts eines neuen Höchststandes bei den Corona-Neuinfektionen wird in Frankreich mit weiteren Schritten der Regierung gerechnet. "Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen", sagte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend den Fernsehsendern TF1 und France2 in dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie.

Frankreich erzielte mit 18 746 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Tages-Höchststand. Wie die Behörden am Mittwochabend mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 16 972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende deutlich überschritten.

Die Corona-Lage ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Gesundheitsminister Olivier Véran will am Donnerstag (18.00 Uhr) über die aktuelle Lage berichten. "Das Virus zirkuliert seit einigen Wochen schneller", warnte Macron. Er verwies auf Einschränkungen, wie sie bereits in den hart getroffenen Metropolen Paris und Marseille gelten.

Bisher starben in der Covid-19-Pandemie rund 32 500 Menschen. In vielen Städten Frankreichs gilt die Maskenpflicht auch unter freiem Himmel.

In Paris und den direkt angrenzenden Vorstädten hatten die Behörden erst am Dienstag Bars und Cafés geschlossen - zunächst für zwei Wochen. In der Stadt und den Vororten gilt die "maximale Alarmstufe". Diese war zuvor nur in Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe ausgerufen worden.

Im Frühjahr galten sehr strenge Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land, die polizeilich kontrolliert wurden. Die Mitte-Regierung betont immer wieder, dass solche generellen Beschränkungen nicht wieder eingeführt werden sollen.