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Neue Antikörper-Studie: So viele Corona-Infektionen bleiben unerkannt

·Lesedauer: 2 Min.
Blutproben aus der Blutbank der Universitätsmedizin Magdeburg.
Blutproben aus der Blutbank der Universitätsmedizin Magdeburg.

Eine noch unveröffentlichte Studie der Universitätsmedizin Magdeburg zeigt die hohe Rate unerkannter Coronainfektionen. Ihr zufolge könnte auf jede gemeldete Coronainfektion eine nicht gemeldete kommen.

Die Studie, die auf mehrere Phasen ausgelegt ist, untersuchte Blutproben von gut 2.000 ungeimpften Blutspendern aus dem Großraum Magdeburg auf Antikörper gegen das Coronavirus. Bei Ungeimpften sind Antikörper im Blut ein Zeichen für eine durch­gemachte Coronainfektion.

Von 1.895 Teilnehmern hätten 110 Antikörper entwickelt, 57 von ihnen hätten von ihrer Sars-CoV-2-Infektion gewusst, sagte Achim Kaasch, Mikrobiologe und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene. "Die andere Hälfte war zum Teil sehr überrascht, zum Teil haben sie es vermutet. Diese Fälle sind nicht in die offizielle Statistik eingegangen."

Damit bildet die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen also nur etwa die Hälfte des Infektionsgeschehens ab. Von einer Immunität in der Bevölkerung ist Deutschland also noch weit entfernt. „Wir können anhand unserer Studien-Daten sagen, dass zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich fast genauso viele Fälle nicht erfasst wurden“, so Kaasch.

"Das bedeutet, dass das Virus nach wie vor viele Möglichkeiten hat, sich weiter auszubreiten.“ Der Forscher hält aus diesem Grund konsequentes Testen und die Einhaltung der AHA-Regeln auch mit Blick auf den Herbst weiterhin für notwendig.

Bei den Studiendaten handelt es sich um bislang unveröffentlichte Daten, die einen Vorabeinblick bieten sollen. Für die Studie werden laut der Universitätsmedizin Magdeburg Blutspenderinnen und Blutspender aus Magdeburg und Umgebung untersucht. Die erste Phase, auf die sich die Zwischenergebnisse beziehen, lief von Januar bis Ende April. Rund 2.100 Menschen nahmen teil. Weitere Studienphasen sollen bis Oktober 2022 folgen. Dabei soll auch untersucht werden, wie lange die Immunität durch eine Impfung oder nach einer durchgemachten Infektion tatsächlich anhält.

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