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Netzagentur: Niederlande-Gaslieferstopp ohne Folgen für Versorgungssicherheit

BONN (dpa-AFX) - Der Gas-Lieferstopp des russischen Konzerns Gazprom <US3682872078> gegenüber den Niederlanden hat laut Bundesnetzagentur bisher keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit in Deutschland und in den Niederlanden. Dies teilte die Behörde am Dienstag in Bonn in ihrem täglichen Lagebericht mit. Infolge des Lieferstopps werde in der Pipeline Nord Stream 1 ein Rückgang der Gasflüsse um circa zehn Prozent erwartet. "Die nun ausbleibenden Mengen sind nach den vorliegenden Informationen für den niederländischen Markt bestimmt gewesen. Diese werden nun anderweitig beschafft", hieß es weiter.

Gazprom hatte die Lieferungen eingestellt, nachdem der niederländische Handelspartner die einseitig von Moskau bestimmten neuen Zahlungsmodalitäten abgelehnt hatte. Nach Angaben der Nord Stream-Betreibergesellschaft im Internet gingen die Gasmengen bereits am Dienstagmorgen ab 6 Uhr zurück, dem Beginn des sogenannten Gastages. Vor den Niederlanden hatte Gazprom bereits die Lieferungen an Polen, Bulgarien und Finnland eingestellt, weil diese Länder sich ebenfalls weigerten, auf das neue Zahlungsschema umzusteigen.

Wie die Bundesnetzagentur weiter berichtete, sind die Gasspeicher in Deutschland mittlerweile zu 48,4 Prozent gefüllt. Nach Angaben der europäischen Speicherbetreiber im Internet wird seit dem 5. April mehr Erdgas eingespeichert als entnommen. Auch der bis vor Kurzem fast vollständig entleerte größte deutsche Speicher im niedersächsischen Rehden wird langsam wieder befüllt. Am Sonntag war er zu knapp 2,2 Prozent gefüllt. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hatte am Sonntag im Deutschlandfunk gesagt, dass der Speicher in Rehden schneller als bisher befüllt werden soll.

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