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Warum Netflix gegenüber YouTube verblasst und was Investoren daraus lernen können

·Lesedauer: 3 Min.

Wir Investoren neigen gern dazu, Aktien und Unternehmen in Kategorien zusammenzufassen, und diese Kategorien dann als eins zu betrachten. Doch das ist ein Fehler.

Nimm Netflix (WKN: 552484) und YouTube als Beispiel. Beide sind Wachstumsunternehmen, Tech-Unternehmen, Internetkonzerne und Streaming-Portale. Aber wenn man sie vergleicht, werden riesige Unterschiede deutlich. YouTube hat dabei das bessere Ende für sich.

Welches ist das bessere Streaming-Unternehmen?

Das Jahr 2021 könnte für YouTube das Jahr werden, in dem es Netflix bei den Umsätzen einholt. Analysten erwarten für Netflix gut 29,7 Mrd. US-Dollar Erlöse. YouTube erzielte 2020 knapp 19,8 Mrd. US-Dollar Werbeumsatz und wuchs im ersten Quartal des laufenden Jahres mit fast 50 %. Damit ist YouTube dabei, bei der Aufholjagd auf Netflix eine Punktlandung hinzulegen.

Im Jahr darauf wird YouTube aller Voraussicht nach an Netflix vorbeiziehen.

Doch nicht nur beim Wachstum weisen diese beiden Streaming-Unternehmen Unterschiede auf. Das eigentlich Entscheidende ist, wo die Erlöse herkommen, und welche Gewinnmargen sie mit sich bringen.

YouTubes Umsätze sind stärker als die von Netflix

Netflix‘ Einnahmen kommen von den gut 200 Millionen Nutzern, die monatliche Beiträge an das Unternehmen zahlen. Dafür können sie so viel anschauen, wie sie möchten. Ein guter Teil der Inhalte auf Netflix produziert der Konzern selbst, was hohe Investitionen und Risiken mit sich bringt. Für die übrigen Serien und Filme fallen Lizenzgebühren an. Wenn Netflix nicht genug in Inhalte investiert, wandern die Kunden zum nächsten Streamingportal ab. Aufgrund dieser Zwickmühle schaffte Netflix erst 2020 erstmals einen positiven operativen Cashflow.

YouTube besitzt mit über zwei Milliarden Nutzerkonten eine zehnmal höhere Reichweite. Ebendiese Nutzer generieren selbst die Inhalte, womit sich YouTube die Investitionen in Content größtenteils spart. Die Umsätze kommen derweil überwiegend von werbetreibenden Unternehmen, die YouTube bezahlen, wenn Nutzer auf die Werbeanzeigen vor, während oder nach den Videos klicken. Wahrscheinlich sind die YouTube-Umsätze daher ähnlich profitabel wie die Erlöse der Google-Suche.

Was wir daraus lernen können

Wir haben gesehen, dass Streaming-Konzerne sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle haben können, obwohl sie sich beide sehr leicht in eine Schublade einordnen ließen. Da ihre Geschäftsmodelle unterschiedlich funktionieren, kann man zum Beispiel auch ihre Bewertungen nicht einfach vergleichen. Wenn YouTube ein eigenständiges Unternehmen wäre und nicht zu Alphabet gehören würde, dann würde eine YouTube-Aktie eine ganz andere Aktienbewertung verdienen als die Netflix-Aktie.

Ich würde der YouTube-Aktie zum Beispiel ein wesentlich höheres Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) beimessen als der Netflix-Aktie, da die Erzielung der Erträge nicht mit hohen Investitionen verbunden ist. Das zeigt: Tech-Aktien sind nicht gleich Tech-Aktien

Wenn wir in Aktien investieren, sollten wir immer versuchen, die Geschäftsmodelle unserer Unternehmen voll und ganz zu verstehen. Nur dann können wir uns eine Vorstellung von ihrem inneren Wert machen.

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Der Artikel Warum Netflix gegenüber YouTube verblasst und was Investoren daraus lernen können ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Alphabet. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien) und Netflix.

Motley Fool Deutschland 2021

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