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Negativzinsen: Was tun, wenn es keine Flucht mehr gibt?

·Lesedauer: 2 Min.
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Negativzinsen betreffen immer mehr Sparer hierzulande. Ich meine letztens gelesen zu haben, dass inzwischen 350 Geldinstitute innerhalb Deutschlands solche Verwahrentgelte eingeführt haben. Übrigens: Immer noch ein süßer Name für eine Strafgebühr, wie ich finde. Aber das ist ein anderes Thema.

Viel entscheidender ist es, zu erkennen, dass Negativzinsen nicht mehr eine theoretische Bedrohung weniger Bankkunden sind. Nein, sondern dass die Tendenz immer weiter in diese Richtung geht. Sowie auch, dass es teilweise die Vermögen ab dem ersten Euro betrifft. Wobei das glücklicherweise noch eher die Ausnahme als die Regel ist.

Wir erkennen damit jedoch: Irgendwann gibt es keine Flucht mehr vor Negativzinsen. Früher oder später dürfte es die meisten treffen. Blicken wir entsprechend jetzt darauf, was wichtig ist, wenn du für dich selbst erkennst, dass es kaum mehr einen Ausweg gibt.

Negativzinsen: Schwierige Flucht

Grundsätzlich kann ich sagen: Negativzinsen haben mich ebenfalls bereits erwischt. Noch habe ich allerdings einzelne Fluchtwege gesehen und auch genutzt. Beispielsweise Freibeträge (egal ob Sparbuch oder Girokonten). Oder eben auch das Verrechnungskonto, das bis jetzt zumindest bei mir noch nicht mit solchen Verwahrentgelten belastet ist.

Wichtig ist jedoch schon jetzt zu begreifen: Das sind keine Dauerlösungen. Verwahrentgelte sind augenscheinlich gekommen. um zu bleiben. Und sich möglicherweise noch weiter auszudehnen. Ebenfalls relevant: der Tabu-Bruch, Strafentgelte für das Horten von Bargeld auf den Konten an die Verbraucher weiterzugeben, der ist bereits Realität. Die Modalitäten zu verändern und die Freibeträge zu verringern könnte zwar dauern, ist jedoch möglicherweise ein Leichtes im Vergleich zum ersten Schritt.

Sparer sollten sich daher darüber im Klaren sein, dass die Flucht vor Negativzinsen schwierig ist. Auf Konten, Sparbüchern und anderen Formen dürften die Ausweichmodalitäten künftig geringer werden. Für mich ist das Szenario einer weiteren Durchdringung jedenfalls eine logische Folge. Im Zweifel ist es hier vielleicht auch besser, etwas umsichtiger zu kalkulieren.

Dreh es, wie du willst: Rendite ist der Schlüssel

Um Negativzinsen daher effektiv ausweichen zu können, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: nämlich mit Rendite dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Rendite kann solche Strafzinsen kompensieren und einen Ausgleich schaffen. Oder sogar etwas mehr herauskitzeln, um gleichzeitig noch die Baustelle der Inflation anzugehen.

Zu versuchen, der realen Bedrohung für dich und dein Vermögen auszuweichen, könnte jedoch schwierig sein. Zumindest auf Dauer. Wer die Bedrohung und den Trend erkennt, der dürfte sehen, dass die Entwicklung hier gegen Sparer läuft und sich die absolute Sicherheit beim Thema Geldanlage derzeit verschiebt.

Vielleicht eine bittere Erkenntnis. Für mich jedoch die einzig belastbare in der jetzigen Situation.

Der Artikel Negativzinsen: Was tun, wenn es keine Flucht mehr gibt? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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