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Negativzinsen: Mehr als eine theoretische Bedrohung

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.
Elon Musk

Negativzinsen sind hin und wieder ein Thema in den gängigen Schlagzeilen. Meistens geht es dabei darum, dass Bank X solche Negativzinsen erstmalig einführt. Oder aber dass eine Bank Y diese Strafzinsen erhöht. Oder auch den Freibetrag senkt, den Sparer noch haben.

In der Regel haben viele Sparer dabei ein Gefühl: eine weitere Bank, aber eher die Ausnahme. Wir nehmen solche Negativzinsen dabei womöglich eher als eine theoretische Bedrohung wahr, die in Einzelfällen eine Belastung für Sparer ist. Sowie ein Schutzmechanismus der Banken, um ihrerseits mit den Minuszinsen klarzukommen.

Trotzdem empfinden viele ein solches Szenario noch eher als Ausnahme denn die Regel. Beziehungsweise als eine theoretische Bedrohung. Das wiederum könnte eine vollkommen falsche Annahme in der jetzigen Ausgangslage sein.

Negativzinsen: Gelebte Praxis

Natürlich können aktuelle Schlagzeilen zum Thema Negativzinsen den Eindruck vermitteln, dass es bis jetzt eher vereinzelte Banken und Geldhäuser trifft. Allerdings ist das eine womöglich falsche Annahme. Strafzinsen auf Spareinlagen gehören nämlich bei vielen Banken und Kassen zur Realität.

Wie das Vergleichsportal Verivox ermittelt hat, haben viele Geldhäuser inzwischen Strafzinsen auf Spareinlagen eingeführt. Das Vergleichsportal betrachtet dabei nach eigenen Angaben tagesaktuell die Konditionen verschiedener Geldhäuser beziehungsweise von 1.300 an der Zahl. Dabei weisen zum jetzigen Zeitpunkt 309 Banken, Sparkassen und Anlaufstellen für Sparer Negativzinsen auf. Das ist wirklich eine Menge.

Die Konditionen betreffen freilich nicht alle Sparer. Es gibt jede Menge Banken, die Freibeträge haben. Zudem schwanken die negativen Zinssätze teilweise erheblich. Trotzdem zeigt alleine die Menge an verschiedenen regionalen und überregionalen Geldhäusern, dass Negativzinsen längst nicht mehr bloße Theorie sind, sondern gelebte Praxis im Geschäftsumfeld.

Es gilt mehr denn je: Pass auf dein Geld auf

Das zeigt mir wiederum: Foolishe Sparer sollten mehr denn je auf ihr Geld aufpassen. Sowie besser die Konditionen ihrer Bank im Auge behalten. Der Trend scheint jedenfalls zum Negativzins zu gehen. Etwas, das zunächst einzelne Geldhäuser unter Protest von Verbraucherschützern erwogen haben.

Bleibt die Frage: Wie kann man als Sparer sein Geld schützen? Das Ausweichen hin zu Geldhäusern mit anderen Konditionen könnte eine Möglichkeit sein. Um auch der Inflation ein Schnippchen zu schlagen, sind Aktien jedoch nach wie vor die Anlagemöglichkeit, um Rendite zu erhalten und Werte zu konservieren. Auch kostengünstige Indexfonds sind eine Möglichkeit, um mit wenig Aufwand einen marktbreiten Ansatz zu realisieren.

Negativzinsen sind, wie gesagt, schon heute ein reales Mittel, das neben der Inflation eine Belastung für die Sparer darstellt. Besser daher sich jetzt vorzubereiten, als jedes Jahr einen absoluten Wertverlust hinzunehmen. Neben dem relativen bei der Inflation.

Der Artikel Negativzinsen: Mehr als eine theoretische Bedrohung ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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