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Nebenwerte bleiben stark

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Die deutschen Nebenwerte-Indizes SDAX und MDAX (Xetra: ^MDAXI - Nachrichten) bleiben stark. „Gerade die Werte aus dem MDAX haben die Kursrückschläge im November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) sehr schnell wieder weggesteckt, so dass sich am grundlegenden positiven Trend im Nebenwertesegment insgesamt nichts geändert hat“, sagt Holger Stremme, Fondsmanager des LBBW Dividenden Strategie Small & MidCaps. Im laufenden Jahr komm der Index bisher auf ein Plus von 30,51 Prozent (Stand: 30. November 2012). Zum Vergleich: Der große Bruder DAX verzeichnet im selben Zeitraum eine Wertsteigerung von 25,55 Prozent. Ein Grund für diese Entwicklung liege darin, dass sich gerade kleinere Unternehmen, die oft in einer speziellen Nische zu Hause sind, schneller auf veränderte Marktbedingungen einstellen könnten als große Konzerne. „Für Investoren ist der deutsche Nebenwertemarkt allein aufgrund seiner Größe interessant“, so Stremme. „Aber auch einige Nebenwerte aus Italien und Spanien sind attraktive Investments.“ Die jeweiligen Unternehmen verfügten in vielen Fällen über eine hohe Exportquote, bzw. einen hohen Auslandsumsatzanteil. Von der wirtschaftlichen Entwicklung in ihrem Heimatland seien sie daher nur in geringem Maße abhängig. Gute Rahmenbedingungen für Übernahmen„Das Thema Fusionen und Übernahmen hat im Nebenwerte-Segment verstärkt an Bedeutung gewonnen“, sagt Stremme. In jüngster Zeit seien einige kleinere Übernahmen zu beobachten gewesen. „Weil größere Deals derzeit aber schwierig sind, suchen große Unternehmen nun nach kleineren Übernahmezielen unter den Nebenwerten“, erläutert der Fondsmanager. Aufgrund der schwächeren Weltkonjunktur falle es großen Unternehmen schwer, organisch zu wachsen. Gut gefüllte Firmenkassen und günstige Bedingungen, zu denen sich Konzerne derzeit Geld am Markt leihen können, stellten insgesamt aber attraktive Rahmenbedingungen für Übernahmen dar. Gerade im Segment der Nebenwerte seien jedoch auch Venture Capital- und Private-Equity-Firmen verstärkt auf der Suche nach geeigneten Kandidaten.Für Investments sind Marktkenntnis und Unternehmenskontakte wichtigStremme rät bei der Auswahl von Nebenwerten auf solide Unternehmenszahlen, eine intakte Wachstumsstory und die langfristigen Geschäftsperspektiven zu achten. Insbesondere letztere ermöglichten auch in Zukunft eine stabile Dividendenzahlung. Vor diesem Hintergrund falle der „Timing-Aspekt“ ebenso wie Auf- und Abstiege von Unternehmen in bestimmte Indizes für den LBBW-Manager bei Anlageentscheidungen grundsätzlich weniger ins Gewicht. Er betont allerdings, dass sich bei volatilen Märkten durch Übertreibungen nach unten gleichwohl günstige Kurse zum Einstieg nutzen ließen. Interessanter ist für Stremme, dass sich die Aufnahme einer Aktie in einen Index in der Regel positiv auf die Liquidität und die Analysten-Coverage des Unternehmens auswirke. „Um erfolgreich im Nebenwerte-Segment investieren zu können, bedarf es einer sehr großen Marktkenntnis und guter Kontakte zu den Unternehmen“, betont Stremme. Denn viele Nebenwerte würden nicht von den großen Analysehäusern beobachtet, sondern vor allem von lokalen Brokern. „Interessante Unternehmen finden Anlageprofis deshalb eher auf Konferenzen als durch Analysten-Empfehlungen.“Nebenwerte-Indizes: Positiver Trend bleibt intakt. MDAX deutlich stärker als DAXQuelle:FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)(PD)

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