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NBA stiftet neuen Kareem Abdul Jabbar-Preis

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NBA stiftet neuen Kareem Abdul Jabbar-Preis
NBA stiftet neuen Kareem Abdul Jabbar-Preis

Die NBA ehrt einen ihrer größten Stars!

Die Liga stiftet den Kareem Abdul-Jamar Social Justice Champion Award, mit dem Spieler ausgezeichnet werden können, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen. (NEWS: Alles zur NBA)

Der Gewinner des in dieser Saison erstmals vergebenen Preises wird während der Play-offs bekannt gegeben. Insgesamt werden fünf Spieler auf die Short List gesetzt. Jedes Team kann einen Spieler nominieren. Die Finalisten werden von einem siebenköpfigem Gremium aus Führungskräften der Liga, Aktivisten und ehemaligen NBA-Spielern ausgewählt. (SERVICE: Die Tabellen der NBA)

Mit der Trophäe erhält der Spieler 100.000 Dollar, die er an eine Organisation seiner Wahl spenden kann. Die vier anderen Finalisten erhalten jeweils 25.000 Dollar als Spendengeld.

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Abdul-Jabbar zeigte sich von dem Preis begeistert. "Es ist schön zu sehen, dass die NBA versucht, das Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit zu fördern. Ich fühle mich sehr geschmeichelt, dass man sich entschlossen hat, den Preis nach mir zu benennen", äußerte sich der 74-Jährige im Gespräch mit The Undefeated.

Kareem Abdul-Jabbar: Sportler und Aktivist

Den Preis nach dem mit 38.387 Punkten immer noch bester Punktesammler aller Zeiten in der NBA zu benennen, war eine naheliegende Wahl. Die Ermordung von Emmett Till durch weiße Rassisten oder die Harlem-Unruhen von 1964 weckten schon früh das Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeit gegen Arme und Schwarze.

"In diesem Moment wusste ich, wer ich wr und wer ich sein musste", sagte er 1980 in einem Interview mit Sports Illustrated, als er auf diese Erlebnisse angesprochen wurde.

Bereits während seiner aktiven Karriere engagierte er sich in der Bürgerrechtsbewegung. So organisierte er mit anderen schwarzen Athleten wie Jim Brown und Bill Russell den Cleveland Summit zur Unterstützung von Muhammad Ali, als er den Eintritt in die US-Armee während des Vietnamkrieges verweigerte.

Heute sieht er Sportler wie Colin Kaepernick, LeBron James und Maya Moore als Erben ihrer damaligen Aktivitäten.