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Nature's Fynd: Bill Gates und Jeff Bezos investieren in Startup für Fleischersatzprodukte

·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Die Unternehmerlegenden Bill Gates und Jeff Bezos haben viel Geld in Nature's Fynd investiert. Das Unternehmen will mit fleischlosen Produkten den Lebensmittelmarkt erobern.

Die Produkte von Nature's Fynd  sind allesamt fleischlos. Ihre Grundlage ist ein Pilzprotein namens Fy. (Bild: Charles Cherney Photography/Nature's Fynd)
Die Produkte von Nature's Fynd sind allesamt fleischlos. Ihre Grundlage ist ein Pilzprotein namens Fy. (Bild: Charles Cherney Photography/Nature's Fynd)

Mit Nature's Fynd will ein weiteres Unternehmen den Lebensmittelmarkt durcheinanderwirbeln. Das auf Fleischersatzprodukte spezialisierte Startup hat just ein Investment von 158 Millionen US-Dollar erhalten, wie das Nachrichtenmagazin CNBC berichtet. Zu den Investoren, die in dem Chicagoer Unternehmen ein Potential sehen, gehören die Unternehmensgiganten Bill Gates und Jeff Bezos sowie der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore.

Fleischersatz aus Pilz-Protein

Was genau macht Nature's Fynd zu einem geeigneten Kandidaten für ein Millioneninvestment? Gegründet wurde das Startup 2012 von Thomas Jonas und Mark Kozubal. Ersterer steht dem Startup heute als CEO vor, der zweite ist dessen wissenschaftlicher Leiter. Doch es ist nicht das Personal, es sind vor allem die Produkte und die Inhaltsstoffe von veganen Lebensmitteln wie Burger-Pattys, Frischkäse und Joghurt, mit denen das Unternehmen für sich wirbt.

Experten: Fleischersatz oft viel teurer als Fleisch

Im Unterschied zu mancher Konkurrenz auf dem Markt für Fleischersatzprodukte bestehen die Lebensmittel von Nature's Fynd nicht aus Pflanzen. Grundlage ist vielmehr ein aus Pilzen gewonnenes Protein namens Fy. Das Eiweiß entsteht durch Fermentierung, durch Gärung also der Mikrobe Fusarium strain flavolapis, die nach Angaben des Startups "ihren Ursprung in einer vulkanischen heißen Quelle im Yellowstone-Nationalpark" hat.

Der Mitgründer und Chef von Nature's Fynd Thomas Jonas (Bild: Charles Cherney Photography/Nature's Fynd)
Der Mitgründer und Chef von Nature's Fynd Thomas Jonas (Bild: Charles Cherney Photography/Nature's Fynd)

Das Besondere am Protein ist unter anderem seine variable Nutzung. Mit Fy könne man fleischähnliche Substanzen herstellen, deren Textur echtem Fleisch ähnle, erklärt Nature's Fynd. Zugleich ließe sich das Eiweiß zu mehlähnlichem Pulver oder – durch Mischung mit Wasser – zu "cremigen Flüssigkeiten" verarbeiten. "Diese Vielseitigkeit ermöglicht es, Fy in eine Vielzahl von Lebensmitteln wie unsere fleischlosen und milchfreien Lebensmittel zu verwandeln", meint das Unternehmen.

87 Prozent weniger Wasserverbrauch

Doch nicht nur die Anwendungsvielfalt des Proteins, auch seine Nachhaltigkeit führt das Startup als Argument für seine veganen Produkte ins Feld. Für die Herstellung von Fy würden 99 Prozent weniger Ackerland benötigt als für die Produktion von Rindfleischprodukten, heißt es. Genauso viele Prozentpunkte würden – wieder im Vergleich zum Rindfleisch – bei der Treibhausgasemission eingespart. Ein weiterer "großer Vorteil" sei: Für die Erzeugung von Fy brauche es 87 Prozent weniger Wasser.

Diese und weitere Punkte werden Bill Gates, Jeff Bezos, Al Gore und Co. für das Unternehmen also eingenommen haben. Nun müssen nur noch die Verbraucher überzeugt werden.

VIDEO: Steaks aus dem 3D-Drucker: Spanisches Unternehmen erfindet perfekten Fleischersatz

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