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NATO-Gipfel: "Neuaufstellung der kollektiven Verteidigung"

NATO-Gipfel: "Neuaufstellung der kollektiven Verteidigung"

Einheit der NATO, Hilfe für die Ukraine, Neudefinition der Strategie des Atlantischen Bündnisses… Dies sind die drängenden Themen auf dem NATO-Gipfel in Madrid, direkt nach dem G7 Gipfel in Deutschland. Ganz praktisch geht es auch um die Blockade der skandinavischen Beitrittskandidaten.

Das türkische Veto gegen den Beitritt der Skandinavischen Staaten ist einer der Stolpersteine auf dem NATO-Gipfel. Der spanischer Ministerpräsident Pedro Sánchez wartet wie auch die anderen 30 Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer mit Spannung auf die Ergebnisse der Gespräche, die Generalsekretär Jens Stoltenberg mit den Beitritsskandidaten führt.

Finnlands Präsident Sauli Niinistö hat sich vor dem Treffen mit Recep Tayyip Erdogan zumindest nicht pessimistisch gezeigt: Das Tempo der Verhandlungen habe sich deutlich erhöht, sagte er vor finnischen Journalisten.

Auch US-Präsident Joe Biden wird mit Erdogan über den von der Türkei blockierten Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens sprechen. Das „wichtigste Thema“ bei dem Gespräch mit Biden sei das der F-16-Kampfjets, sagte Erdogan. 2019 hatte die Entscheidung der Türkei für den Kauf russischer S-400-Luftabwehrraketen für Spannungen zwischen Ankara und Washington gesorgt. Washington verhängte deshalb Sanktionen gegen Ankara und legte einen Vertrag zum Kauf von US-Kampfflugzeugen der neuesten Generation (F-35) auf Eis.

Die Ukraine ist mit einer Brutalität konfrontiert, die wir in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben.

Bereits im Vorfeld des Gipfels wurde die Aufstockung der Eingreiftruppen angekündigt. Stoltenberg sprach von der größten Neuaufstellung der kollektiven Verteidigung und Abschreckung seit dem Kalten Krieg.

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