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Nationalspieler: Darum wechselte ich zu Bayern

·Lesedauer: 6 Min.
Nationalspieler: Darum wechselte ich zu Bayern
Nationalspieler: Darum wechselte ich zu Bayern

Nach zwei Jahren ohne Meistertitel wollen die Basketballer des FC Bayern endlich wieder die Meisterschaft in der easycredit BBL für sich entscheiden.

Dafür wurden in München die Weichen gestellt und der Kader verbreitert. Zu den Neuzugängen gehört auch Nationalspieler Andreas Obst, der vom letztjährigen Halbfinalisten ratiopharm Ulm zu den Bayern kam und eine Schlüsselrolle im Backcourt einnehmen soll. (DATEN: Spielplan der BBL)

Im Interview mit SPORT1 spricht der 25-Jährige über seinen Wechsel, das Duell mit seinem Ex-Team und Trainer Andrea Trinchieri. (SERVICE: Alle News zur BBL)

SPORT1: Warum haben Sie sich für den FC Bayern entschieden?

Andreas Obst: Bayern ist erstmal ein Name für sich. Da brauchen wir nicht groß drumherum zu reden. Das ist ein großes Privileg und eine große Ehre, da zu spielen. Ich habe einfach für mich gedacht, dass das jetzt eine ganz gute Situation ist. Auch weil ich mich bei Andrea (Trinchieri, Anm. d. Red.) sehr wohl fühle.

SPORT1: Hat es auch ein Gespräch mit Uli Hoeneß gegeben – sozusagen von Ulmer zu Ulmer?

Obst: Nein, bisher noch nicht.

SPORT1: Jetzt treffen Sie zum Saisonauftakt am Sonntag ausgerechnet gleich auf ihren Ex-Klub. Was sagen Sie dazu?

Obst: Ich freue mich auf jeden Fall auf die Jungs, wenn wir uns hoffentlich sehen. Ich gehöre dann halt nur zur anderen Seite. Das könnte auf jeden Fall sehr merkwürdig sein im ersten Moment. Ich bin dann mal gespannt, wie es ist, wenn wir in Ulm spielen. Aber jetzt kommen sie erst mal in den Audi Dome. Da ist es ein normales Ligaspiel für uns, das erste. Darauf liegt bei allen der Fokus.

Pizza Hawaii? Obst mit Versprechen an Baiesi

SPORT1: Gab es schon ein paar Sprüche oder Kampfansagen von den alten Kollegen?

Obst: Noch nicht. Ich denke, das wird noch kommen. Vor dem Spiel werden sie schon noch was raushauen und sich melden.

SPORT1: Haben Sie seit Ihrer Unterschrift in München schon mal Pizza Hawaii gegessen? Sie sollen Sportdirektor Baiesi geschworen haben, nie wieder Ananas auf einer Pizza zu essen…

Obst: Ja, Pizza Hawaii gab es bei mir schon sehr, sehr lange nicht mehr. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass sie mich dabei erwischt hätten, wie ich eine Hawaii-Pizza gegessen habe. Es war halt einfach auch ein Running Gag, weil mein Nachname Obst ist. Und Obst auf Pizza ist halt nicht so gern gesehen bei Italienern.

So denkt Andreas Obst über Andrea Trinchieri

SPORT1: In München treffen Sie auch wieder auf Ihren früheren Trainer Andrea Trinchieri aus Bamberg. Wer hat sich seitdem mehr verändert: er oder Sie?

Obst: Das ist schwer zu sagen. Aber ich habe mich auf jeden Fall sehr verändert seitdem. Ich war damals 18, 19 Jahre alt und noch sehr grün hinter den Ohren. Ich hatte nicht wirklich Ahnung, was auf mich zukommt. Was es heißt, auf diesem hohen Niveau Basketball zu spielen. Andrea hat mir die Chancen gegeben, hat mich damals ins kalte Wasser geschmissen. Seitdem habe ich mich weiterentwickelt und viele weitere Erfahrungen gesammelt. Andrea hat über die Jahre sicherlich auch viel erlebt. Er ist aber schon immer sehr zielstrebig gewesen, das Basketballspiel weiterzuentwickeln und neue Sachen zu entdecken. Ich denke mal, wir beide sind, jeder für sich, weiter gereift.

SPORT1: Was haben Sie aus Ihrer damaligen Zeit mitgenommen?

Obst: Das war die harte Arbeit, um auf hohem Niveau zu bestehen und konstant zu bleiben. Da steckt sehr viel Training, Aufopferung und mentaler Fokus dahinter.

In Spanien ist der Basketball schneller

SPORT1: Sie haben vor Ihrer Zeit in Ulm auch ein Jahr in Spanien gespielt. Wie wertvoll war diese Auslandserfahrung?

Obst: Sie war sehr wertvoll. Ich habe ein anderes Land gesehen mit anderer Kultur und anderer Sprache. Auch der Basketball war anders. Die Zeit hat mich auf und abseits des Feldes sehr geprägt.

SPORT1: Was unterschiedet den Basketball in Spanien von dem in der BBL?

Obst: Der spanische Basketball ist etwas schneller, der Spiel-IQ ist etwas höher. Er ist nicht unbedingt so athletisch wie in der Bundesliga. Aber da ist schon sehr viel Spielwitz, eine hohe Spielintelligenz und viel Talent dabei.

SPORT1: Wie gefällt Ihnen die Stadt München? Gibt es hier mehr Ablenkung als in Ulm oder Bamberg?

Obst: Ablenkung würde ich nicht sagen. Ich habe in der Vorbereitung viel trainiert, war sehr viel mit meiner neuen Wohnung beschäftigt. Deswegen habe ich noch nicht so viel machen können. Aber München ist eine schöne Stadt und ich freue mich sehr darauf.

Andreas Obst über Olympia und Briefwahl

SPORT1: Wie bewerten Sie die Olympischen Spiele im Nachgang? Was macht Sie stolzer: Der Einzug mit dem Team ins Viertelfinale oder dass Sie zweitbester deutscher Korbschütze waren?

Obst: Ganz klar, dass wir ins Viertelfinale gekommen sind. Nach 29 Jahren war es wieder mal der Fall, dass wir das geschafft haben. Es hat ja erstmal niemand damit gerechnet, dass wir überhaupt zu den Olympischen Spielen fahren. Das war auch nicht selbstverständlich, weil es schon ein sehr turbulenter Sommer war für die Nationalmannschaft. Dass wir da runter gefahren sind, war schon ein Riesending. Und dann auch noch ins Viertelfinale zu kommen, war schon ein sehr großes Erlebnis für uns. Das hat viel Spaß gemacht.

SPORT1: Werden Sie am Sonntag wählen gehen bzw. haben Sie schon per Briefwahl abgestimmt? Wie wichtig ist Ihnen das?

Obst: Ja, Briefwahl habe ich schon gemacht. Es ist auf jeden Fall sehr wichtig. Jeder sollte seinen Teil dazu beitragen, wie das Land regiert wird. Jeder, der nicht wählt, trägt eine Mitschuld, wenn eine falsche Partei an Bedeutung gewinnt, die nicht die richtigen Werte vertritt. Von daher ist jede Stimme wichtig.

NBA ist nicht primäres Ziel

SPORT1: Welchen großen Traum haben Sie – als Sportler, aber auch als Mensch?

Obst: Ich möchte irgendwann auf meine Karriere zurückschauen und sagen, dass ich alles in meiner Macht Stehende getan habe, um gut zu werden und meine Ziele zu erreichen. Das heißt, Meisterschaften und Pokale gewinnen, EuroLeague spielen und mit der Nationalmannschaft erfolgreich sein. Gleichzeitig möchte ich mir selbst treu bleiben.

SPORT1: Schauen Sie, was die sportlichen Ziele angeht, auch schon mal über den großen Teich? Stichwort NBA. (Alles zur NBA)

Obst: Ach nein. Klar, diesen Traum hegt jeder vielleicht mal. Aber es nicht mein primäres Ziel. Ich sage nicht, da muss ich jetzt unbedingt hin. Für mich war immer klar, dass ich in Europa spielen will. Danach kann man immer noch gucken, was möglich ist. Aber ich schaue jetzt nicht über den großen Teich rüber.

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