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Nasdaq und CryptoCompare arbeiten an Datenservice für Bitcoin & Co.

Anton Livshits
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Alle Zeichen sprechen dafür: Banken, Hedgefonds & Co. haben Appetit auf ein sattes Stück vom Bitcoin-Kuchen. Freilich erfordern Krypto-Geschäfte im großen Stil eine verlässliche Datengrundlage. Ein gemeinsames Projekt der Wertpapierbörse Nasdaq und der Bitcoin-Datenfirma CryptoCompare springt hier nun in die Bresche. Die zweitgrößte Börse der Welt arbeitet mit CryptoCompare an einem Service für die Preisermittlung bei Kryptowährungen. Nasdaq wird die Daten über das hauseigene Informationsportal Quandl bereitstellen.

Der Datenservice zielt in erster Linie auf Großinvestoren ab. Nasdaqs Infrastruktur und branchenweite Reputation – so das Kalkül hinter der Kooperation – lassen sich hierfür gewinnbringend mit dem von CryptoCompare bereitgestellten Know-how vereinen. Die zugehörige Pressemitteilung spricht dementsprechend von einer „strategischen Partnerschaft“. Die Qualität der erhobenen Daten wird konsequenterweise als zentrales Verkaufsargument in Stellung gebracht. Das Datenprodukt wird den Namen Nasdaq/CryptoCompare Aggregate Crypto Reference Prices tragen.

Bitcoin und Krypto-Daten sollen professionellen Ansprüchen gerecht werden

In der Tat verspricht ein solcher Service, den hohen Ansprüchen institutioneller Investoren gerecht werden zu können. Die Daten über die Bitcoin- und Krypto-Kurse sollen so auf Minutenbasis erhoben werden. Nicht zuletzt deshalb eignen sie sich auch für komplexere Auswertungen und Risikokalkulationen. Auch Charles Hayter, der CEO von CryptoCompare, verwies auf die Attraktivität der Daten für Großinvestoren:

Zuverlässige Daten sind das Fundament transparenter, liquider Märkte, und indem wir unseren hochwertigen, feinkörnigen Datenbestand über die Quandl-Plattform zu einer globalen institutionellen Kundenbasis bringen, werden wir Händlern und Investoren einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Jenseits des Nasdaq: Institutionelle Investoren erschließen den Bitcoin-Markt

Die Kooperation von Nasdaq und CryptoCompare ist nur eines von zahlreichen Projekten, das Großinvestoren den Weg auf den Bitcoin-Markt ebnen soll. Diese Gruppe hielt sich bislang wegen mangelnden Regulierungen und Sicherheiten vom Bitcoin-Markt fern. Mit der geplanten Bitcoin-Börse Bakkt und der Vermögensverwaltung Fidelity kündigen sich nun jedoch Anlageoptionen an, die auf die Bedürfnisse von institutionellen Investoren zugeschnitten sind.

Jüngste Zahlen lassen darauf schließen, dass die Scheu der Großen schon heute ein Relikt der Vergangenheit ist. Aussagen des Coinbase-CEOs Brian Armstrong deuten etwa eindeutig in diese Richtung. Das Handelsvolumen von Großinvestoren auf der größten US-amerikanischen Krypto-Börse übersteigt demnach jenes von Privatanlegern.

Ein derart gesteigertes Interesse liegt wohl auch an der zunehmenden Verfügbarkeit von Bitcoin Futures und ähnlichen Krypto-Derivaten. Die Zahlen sprechen auch hier für sich.  Ein Bericht der Terminbörse CME zeigte so, dass das Handelsvolumen von Bitcoin Futures zwischen April und Mai 2019 um 36 Prozent anstieg.

 

Source: BTC-ECHO

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